Mi, 20. Juni 2018

Jubel an Schulen

14.09.2017 23:30

HTL-Schüler schnitten am besten ab

Jubel an Salzburgs Schulen! Mehr als jedes zweite Kind hat die Nachprüfungen diese Woche positiv abgeschlossen und darf in die nächste Klasse aufrücken. Besonders erfolgreich waren heuer die HTL-Schüler: Dort lag die Erfolgsquote bei 63 Prozent. Bei den Handelsschulen ist hingegen jeder Zehnte sitzen geblieben.

Anfang der Woche fanden an den Salzburger Schulen die Wiederholungsprüfungen statt. Seit Donnerstag liegen die Ergebnisse vor und die zeichnen ein erfreuliches Bild, wie Roland Bieber, Leiter der Präsidialabteilung des Landesschulrats, berichtet. Mehr als jeder zweite Schüler, der dort angetreten ist, wird nachträglich doch noch in die nächst höhere Klassenstufe versetzt. Insgesamt absolvierten 2004 Buben und Mädchen am Montag oder Dienstag pünktlich zum Schulstart die Prüfungen - knapp 53 Prozent haben dabei positiv abgeschnitten. Somit sind in der Summe 93 Prozent aller Salzburger Schüler aufstiegsberechtigt.

Über 1000 Gymnasiasten traten zum Nachzipf an

Erhält ein Schüler ein "Nicht genügend" im Zeugnis, kann in erster Instanz die Lehrerkonferenz über einen Aufstieg entscheiden. Fällt das Resultat negativ aus, gibt es noch das Angebot der Nachprüfung in einem oder mehrere Fächer.

Testergebnisse liegen vor

An den Gymnasien waren es insgesamt 1026 Schüler, die das vergangene Schuljahr negativ abgeschlossen haben und zur Wiederholungsprüfung angetreten sind. Hier lag die Erfolgsquote mit 50,12 Prozent im Durchschnitt. 394 AHS-Schüler hatten eine Fünf im Zeugnis, 262 hatten zweimal "Nicht genügend" und 203 Schüler hatten sogar mindestens drei Fünfer am Ende des Schuljahres. Damit sind heuer sechs Prozent aller Gymnasiasten sitzen geblieben.

Mehr als jedes zweite Kind rückt dank Nachzipf doch noch nach

Übrigens: Im Vergleich zu 2015 hat die Zahl der Nachzipf-Schüler an den AHS leicht zugelegt: Vor zwei Jahren waren es noch 952 Buben und Mädchen, die angetreten sind.

Etwas geringer war die Erfolgs-Quote hingegen bei den Handelsakademien und -schulen (HAK/HAS): Hier schlossen nur 48,2 Prozent der Geprüften den Nachzipf positiv ab - angetreten sind dort 364 Buben und Mädchen. Im Schnitt muss dort einer von zehn Schülern die Klasse noch mal wiederholen, was dem höchsten Anteil an Sitzenbleibern entspricht.

Die Schüler der HLM/HLW liegen mit einer Erfolgs-Quote von 55,5 Prozent wiederum im Durchschnitt. 177 Schüler sind dort zur Nachprüfung angetreten.

Prozentual am besten abgeschnitten haben hingegen die HTL- und FS-Schüler: Von den 341 Nachprüflingen haben knapp 63 Prozent bestanden und können auch in diesem Schuljahr in ihrem gewohnten Klassenverband bleiben.

Klassischerweise sind es hauptsächlich die Fächer Mathematik und Englisch, die den Schülern Probleme bereiten, führte Bieber weiter aus.

Schulischer Erfolg ist oft auch finanzielle Frage

Bundesweit rechnet das Bildungsministerium damit, dass durch die Möglichkeit der Nachprüfung 75 Prozent der versetzungsgefährdeten Schüler in Österreich doch noch aufrücken können - ob sich die Prognose erfüllt hat, ist aber noch offen, denn die aktuellen Zahlen stehen dort noch aus. "Ich denke, dass wir in Salzburg immer im guten Schnitt waren, auch in den vergangenen Jahren", erklärte Bieber dazu.

Ob ein Kind die Prüfung erfolgreich abschließt, hängt oft auch eng mit dem Elternhaus zusammen, weiß die Beratungslehrerein Daniela Klausner von der NMS Schlossstraße zu berichten. Einerseits weil die Eltern ein Auge darauf haben müssen, dass das Kind die Sommerferien auch wirklich zur Vorbereitung auf den Test nutzt. Anderseits ist es oft auch eine finanzielle Frage, weil Nachhilfe-Unterricht kostet: "Viele Eltern können sich das auch gar nicht leisten", weiß Klausner der "Krone" aus der täglichen Praxis zu berichten.

Anna Dobler, Kronen Zeitung

ZITAT - Roland Bieber, Leiter der Präsidialabteilung des Landesschulrats:
"Klassischerweise sind es hauptsächlich die Fächer, Englisch und Mathematik bei denen unsere Schüler am ehesten Probleme haben."

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