Mo, 25. Juni 2018

2300 km Fußmarsch

06.09.2017 06:00

Der lange Weg für die Alzheimerforschung

Wer 2300 Kilometer quer durchs Land, jeden Tag und bei jedem Wetter, zu Fuß geht, muss einen guten Grund dafür haben. Eamon Donnelly aus Irland und sein österreichischer Freund Josef Tieber-Kessler haben den besten: Sie sammeln Spenden für die Alzheimer-Forschung.

"The long walk home"betitelt sich der lange Marsch und zumindest für Eamonn ist er das auch. Der gebürtige Nordire, der seit 1990 in Österreich lebt, ist in Keady, dem Ziel der Strecke, geboren. Und dorthin führt der Weg von Hitzendorf in der Nähe von Graz in die Grafschaft Armagh. Der Wunsch, das Bewusstsein für Demenz und deren Behandlung in der Öffentlichkeit zu wecken, hat einen tragischen Hintergrund: Eamonns geliebte Mutter erkrankte an einer besonders schweren Form von Gedächtnisverlust, an der sie schließlich auch starb. So beschloss der Englischlehrer, das Abenteuer zu wagen. Begleitet von seinem langjährigen Freund Josef Tieber-Kessler aus der Steiermark.

Seit 18. Juni sind sie über Stock und Stein, mit Rücksack und Zelt unterwegs und posten ihre Erlebnisse in einem Blog, der als Anreiz dazu dienen soll, für den guten Zweck zu spenden. Unsere Fotos zeigen die beiden Frohnaturen in Rosslare am Hafen an der Ostküste Irlands. Jetzt ist das Ende in Sicht. Derzeit sind die beiden Männer schon auf dem Weg nach Dublin, in den kommenden 10 Tagen sollten sie den langen Weg nach Hause beendet haben.

Bloggen für den guten Zweck
Unterstützt werden die beiden auch vom Wiener Neurologen und Psychiater Univ.-Prof. Dr. Peter Dal-Bianco, Präsident der Österreichischen Alzheimergesellschaft, der sich sehr über die Initiative freut. Auch bei uns sind die Forschungsgelder leider mehr als begrenzt. Dabei nimmt das Problem der Demenz immer mehr zu. Bereits etwa 130.000 Menschen sind in Österreich von einer Form des Gedächntisverlustes betroffen. Tendenz steigend . . .

Karin Podolak, Kronen Zeitung

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