Sa, 18. August 2018

Nach Ausweisungen

31.08.2017 19:47

USA ordnen Schließung von russischem Konsulat an

Nach der massenhaften Ausweisung US-amerikanischer Diplomaten aus Russland hat nun auch die Regierung in Washington mit einer Gegenmaßnahme reagiert. Die Regierung von Präsident Donald Trump ordnete am Donnerstag die Schließung des russischen Konsulats in San Francisco an. Auch zwei Außenstellen in New York und Washington müssten bis spätestens Samstag geschlossen werden, verfügte das Außenministerium.

Die Entscheidung folge "dem Grundsatz der Ausgewogenheit", nachdem Moskau die Reduzierung des diplomatischen Personals der USA in Russland verfügt hatte. Mit den nun eingeleiteten Maßnahmen hätten beide Länder jeweils drei Konsulate. "Aber wir haben entschieden, dass die russische Regierung bestimmte Außenstellen behalten darf", hieß es. Dies erfolge "im Bemühen, den Teufelskreis in unseren Beziehungen" zu durchbrechen. Das Ministerium hoffe, dass diese Entscheidung keine "neuen Repressalien" nach sich ziehen werde.

In einer Reaktion brachte Russlands Außenminister Sergej Lawrow sein Bedauern über die neuerliche Eskalation zum Ausdruck. Der Chefdiplomat betonte aber auch: "Russland hat damit nicht angefangen." Moskau werde die US-Maßnahmen prüfen und über eine Reaktion entscheiden.

Größte Ausweisungsaktion in jüngerer Geschichte Russlands
Die russischen Strafmaßnahmen gegen Hunderte US-Diplomaten und Botschaftsmitarbeiter als Reaktion auf US-Sanktionen wegen der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim und den mutmaßlichen russischen Hackerangriffen während des US-Wahlkampfs hatten die Krise im Verhältnis zu Washington zuletzt verstärkt. Es könnte sich um die größte Ausweisungsaktion von Diplomaten der jüngeren Geschichte handeln. Das russische Außenministerium hatte verkündet, die USA müssten das Personal in ihren diplomatischen Vertretungen in Russland bis 1. September auf 455 reduzieren.

Die anfangs in russischen Medien lancierte Zahl von über 700 Diplomaten war allerdings eine Missinterpretation der Anordnung Putins. Denn so viele akkreditierte US-Diplomaten gibt es in Russland gar nicht. Die Reduktion des diplomatischen Dienstes betrifft auch zahlreiche russische Angestellte im Dienste der Botschaften und Konsulate.

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