Angriff in Innsbruck

Rätselraten nach blutiger Attacke mit Eisenstange

Tirol
29.08.2017 09:16

Völlig im Dunkeln tappt die Polizei nach der blutigen Eisenstangen-Attacke am Sonntag Abend in der Innsbrucker Kranebitter Allee. Drei Unbekannte waren auf zwei Einheimische losgegangen - einer erlitt schwere Verletzungen. Von den Schlägern fehlt bisher jede Spur, die Tathintergründe sind unklar.

Was ist am Sonntag gegen 18 Uhr in der Kranebitter Allee tatsächlich passiert? Das konnte sich Chefermittler Ernst Kranebitter von der Innsbrucker Kripo auch am Montag noch nicht schlüssig erklären. "Offenbar sind drei Unbekannte auf zwei Einheimische losgegangen und haben diese mit einer Eisenstange malträtiert. Einer der beiden Männer wurde dabei schwer verletzt. Er musste gestern Früh in der Klinik an der Hand operiert werden." Kurios: Die zwei Verletzten machten bis dato keinerlei Angaben zu den Tätern.

"Da waren überall Blutspuren"

Doch das ist nicht das einzige Rätsel in diesem Fall: Als die erste Streife zu den Opfern kam, bemerkten die Beamten rasch, dass dies nicht der Tatort war. "Da waren überall Blutspuren. Diese reichten rund 170 Meter bis zu einem Lokal", erklärt Kranebitter weiter. Auch dort war ringsum Blut. Sogar auf der Wand - bis in zwei Metern Höhe - seien Blutflecken zu sehen gewesen. "Die Lokalbesitzerin gab zwar an, dass jemand stark geblutet hätte, von einer Schlägerei hat sie aber angeblich nichts mitbekommen", sagt der Ermittler.

Mit Klein-Lkw geflüchtet

Das Trio ist offenbar mit einem weißen Klein-Lkw geflüchtet. "Ein Zeuge hat das Kennzeichen notiert. Wir haben den Namen des Zulassungsbesitzers, der ist aber im Ausland. Wir wissen also nicht, wer mit dem Wagen am Weg war." Eine Suche blieb erfolglos. Einziger Täterhinweis: Ein Schläger hat eine Glatze und trug eine Sonnenbrille.

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

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