Do, 20. September 2018

Kochstudie

28.08.2017 06:00

Ran an den Herd!

Österreicher sind alles andere als Kochmuffel, das zeigte eine Befragung von 18- bis 80-Jährigen. Die meisten verwöhnen ihre Familien, aber auch Freunde mit selbstgemachten Speisen. Singles schwingen hingegen seltener den Kochlöffel.

Frauen kochen zwar immer noch am häufigsten, knapp zwei Drittel der Teilnehmerinnen der Untersuchung von "marketmind" tun dies täglich, aber auch 40 Prozent der Männer stehen fast jeden Tag hinter dem Herd. Für die Hälfte der Österreicher ist dabei der Genuss das Ausschlaggebende. Der Kaloriengehalt spielt nur eine nebensächliche Rolle. Hausmannskost liegt an erster Stelle, gefolgt von mediterraner und italienischer Küche. Neben dem Geschmackserlebnis ist für viele das Kochen wichtig, um über die Zutaten genau Bescheid zu wissen. Man erfährt, woraus die Speisen bestehen.

Wer sich intensiv mit Lebensmitteln beschäftigt, kann oft auch besser einschätzen, was in Fertigprodukten steckt und ob bestimmte Inhaltsstoffe vertragen werden. Knapp die Hälfte der Befragten meint deshalb, selbst gemachte Speisen seien gesünder. Übrigens: Mehr als 50 Prozent geben an, mit eigenen Menükreationen andere verwöhnen zu wollen. Kochen steht nicht nur in der Familie, sondern auch im Freundeskreis hoch im Kurs, wie das "forum ernährung-heute" berichtet. Je älter die Befragten, desto häufiger greifen sie zum Kochlöffel. Bei den Frauen zeigt sich, dass acht von zehn über 65-Jährigen täglich eine warme Mahlzeit kreieren. Auch bei den Männern steigt die Kochlust mit dem Alter an: Rund zwei Drittel der Pensionisten gaben an, fast täglich Mahlzeiten eigenständig zuzubereiten. "Selbstkocher" essen auch mehr Obst und Gemüse. Gleichzeitig werden weniger Süßigkeiten und Snacks verzehrt, wie eine deutsche Studie zeigt.

Frauen, die täglich kochen, konsumieren demnach 40 Prozent mehr Obst und mehr als doppelt so viel Gemüse wie jene, die seltener am Herd stehen. Ob öfter gekocht wird, hängt aber auch von der Größe des Haushalts ab. Singles schwingen deutlich seltener den Kochlöffel als Familien. Für sie gilt: Speisen selbst zubereiten ist keine Hexerei. Oft reichen einfache Gerichte oder eine Kombination aus Convenience (Halbfertig)-Produkten und frischen Zutaten, um den Einstieg zu meistern.

Hier ein paar Tipps:

  • Doppelte Mengen kochen. Viele Suppen und Eintöpfe schmecken am nächsten Tag noch besser.
  • Vorräte anlegen: Hat man genügend Grundnahrungsmittel zuhause, lässt sich schnell eine Mahlzeit auf den Tisch zaubern. Gewürze zum Verfeinern sollten ebenfalls nicht fehlen.

Karin Rohrer-Schausberger, Kronen Zeitung

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