Di, 23. Oktober 2018

Boko-Haram-Geiseln

08.05.2017 06:52

Nigeria: Präsident Buhari empfing Chibok-Mädchen

Nach der Freilassung von 82 entführten Schülerinnen in Nigeria hat Staatschef Muhammadu Buhari Hilfe für die Mädchen angekündigt. Die Präsidentschaft werde die Behörden "persönlich überwachen", die für dafür zuständig seien, für die "Gesundheit, Ausbildung, Sicherheit und das generelle Wohlbefinden" der Mädchen zu sorgen, sagte Buhari.

Die Mädchen wurden am Sonntag von Buhari in der Hauptstadt Abuja empfangen. "Ich kann nicht in wenigen Worten beschreiben, wie glücklich ich bin, unsere lieben Mädchen zurück in der Freiheit zu begrüßen", so Buhari.

Wie ein AFP-Reporter vor Ort berichtete, dauerte das Treffen rund 45 Minuten. Präsidentensprecher Femi Adesina zufolge wurden die Mädchen anschließend "denjenigen übergeben, die sich um ihre Rehabilitierung kümmern".

Drei Jahre in der Gewalt von Boko Haram
Die Mädchen gehören zu einer Gruppe von mehr als 200 mehrheitlich christlichen Schülerinnen, die 2014 in der Stadt Chibok entführt worden waren. Die Dschihadistengruppe Boko Haram ließ die Mädchen am Wochenende frei, im Gegenzug kamen mehrere inhaftierte Boko-Haram-Kämpfer frei.

Eine YouTube-Doku erzählt die Leidensgeschichte der Chibok-Mädchen:

Wie geht es Präsident Buhari?
Buhari selbst reiste kurz nach dem Treffen mit den Mädchen nach London, um sich nach Angaben seines Sprechers Adesina einer "medizinischen Nachkontrolle" zu unterziehen. Es gebe "keinen Grund zur Besorgnis", erklärte Adesina über soziale Netzwerke im Internet.

In den vergangenen Wochen hatte es Spekulationen über den Gesundheitszustand des 74-jährigen Präsidenten gegeben. Buhari hatte sich wochenlang nicht öffentlich gezeigt und war erst im März nach einem knapp zweimonatigen Aufenthalt in London wegen einer medizinischen Behandlung in seine Heimat zurückgekehrt.

Zur Art seiner Erkrankung äußerte sich Buhari zu diesem Zeitpunkt nicht. Er sagte lediglich, er könne sich nicht erinnern, seit seinen jungen Jahren "so krank gewesen zu sein". Er habe Bluttransfusionen bekommen.

 krone.at
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