10.11.2006 15:43 |

Riesige Schleimer

Insel Barbados kämpft gegen Riesenschnecken

Das Grauen kommt auf der Antillen-Insel Barbados langsam: Nacht für Nacht kommen gefräßige Riesenschnecken zu Hunderttausenden aus der Erde und zerstören die Zuckerrohr-, Bananen- und Papaya-Ernte. Diese Schleimer sind wahrlich riesig, ihre Häuser haben einen Durchmesser von bis zu 25 Zentimetern. Die Bewohner fürchten um ihre Ernte - und ihre Gesundheit. Eingeschleppt hat die Tiere wahrscheinlich ein Frachtschiff aus Afrika.

Die Insel-Bewohner haben nun die Regierung aufgerufen, die riesigen Schädlinge zu vernichten. Freiwillige versuchen der Schneckenplage mit Pestiziden Herr zu werden. Sie sprühen sie in Abwasserkanäle und andere vermutete Brutstätten der sich rasch vermehrenden Tiere.

Der Bauernverband rief nun die Regierung auf, einen Krisenstab zur Ausrottung der Schnecken einzurichten. Die Bauern der betroffenen Region regten Belohnungen für Personen an, die die Weichtiere töten.

Die Afrikanische Riesenschnecke kann sich von bis zu 500 verschiedenen Pflanzenarten ernähren und über ihre Schleimhäute Krankheiten wie Hirnhautentzündung übertragen. Die ursprüngliche Heimat der Weichtier ist Afrika, sie kommen jedoch auch in Teilen Asiens vor.

 

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