19.04.2017 10:35 |

Europa-Finale

"League of Legends": E-Sport-Elite kämpft um Thron

Sie tragen keine Stoppelschuhe, sondern Kopfhörer. Ihre Arbeitsgeräte sind keine Bälle, sondern Tastaturen. Sie haben Kampfnamen wie "Faker", "PowerOfEvil" und "Exileh" - und sind die Idole von Tausenden. Am Wochenende kämpfen die Gamer in Hamburg um Europas Krone in der "League of Legends". Beim Frühjahrsfinale treten die vier derzeit besten E-Sport-Teams des Kontinents an. Als Lohn für den Sieger gibt es 100.000 Euro und einen Platz im Turnier der Besten der Welt.

In dem Multiplayer-Echtzeitstrategiespiel "League of Legends" treten Fünfer-Teams gegeneinander an, um die Basis, den sogenannten Nexus, des Gegners zu zerstören. Dabei gilt es, die mit unterschiedlichsten Fähigkeiten ausgestatteten "Champions" mit Tastatur und Maus möglichst effektiv im Zusammenspiel mit den Teamkollegen zu steuern.

"Im Jahr 2016 gab es pro Monat weltweit etwa 100 Millionen aktive 'League of Legends'-Spieler", sagt Christopher Flato, Pressesprecher der Electronic Sports League in Deutschland. Das Spiel wurde von der amerikanischen Software-Schmiede Riot Games entwickelt und 2009 auf den Markt gebracht. Bis heute erfreut es sich wachsender Beliebtheit.

Die professionellen "League of Legends"-Spieler füllen die Arenen, ihre Spiele werden auf Leinwände übertragen und im Internet millionenfach verfolgt. Das Finale der Weltmeisterschaft 2016, bei dem der 20-jährige südkoreanische Szene-Superstar Lee Sang-Hyeok, genannt "Faker", sein Team SK Telecom T1 zum zweiten Titel in Serie führte, sahen 43 Millionen Menschen.

In der Hamburger Arena geht es um Europas Thron. Im Spiel um den dritten Platz treffen am Samstag "Fnatic" auf die "Misfits". Im Finale fordern die "Unicorns of Love" das Team "G2 Esports" heraus. Der Sieger dieser Partie darf Ende April/Anfang Mai bei einem Einladungsturnier in Brasilien mit den stärksten Teams aus aller Welt um 250.000 Euro spielen. Bei der WM später im Jahr in China geht das Preisgeld in die Millionen.

Die Frage, wie viel Sport in dem Spiel am Computer steckt, stellt sich immer wieder. Christopher Flato: "Bei 'League of Legends' kommen die Spieler auf mehr als 100 Aktionen mit der Maus und der Tastatur pro Minute. Dazu kommt die Kommunikation im Team." Bei Blizzards "Starcraft", das im Duell Eins gegen Eins gespielt wird, steigt die Anzahl der Aktionen pro Minute sogar auf 400 bis 500.

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