02.02.2017 09:25 |

Schummel-Software

Blizzard gewinnt Streit gegen Cheat-Bot-Anbieter

Sogenannte Cheater, die sich beim Spielen durch Tricks unrechtmäßige Vorteile verschaffen, sind nicht nur unter Gamern verpönt, sondern auch bei den Entwicklern. "World of Warcraft"-Schöpfer Blizzard zog daher gegen den deutschen Cheat-Bot-Anbieter Bossland vor Gericht - und gewann.

Mit Anwendungen wie "Pokefarmer", "Honorbuddy" oder "Demonbuddy" bietet Bossland Anwendungen für Videospiele an, die die Handlungen eines Charakters im Spiel automatisieren und dadurch laut Blizzard das Spielerlebnis "ehrlicher" Gamer beeinträchtigen - indem diese Cheat-Bots beispielsweise den virtuellen Marktplatz eines Spiels mit einem Gegenstand regelrecht überfluteten oder diesen vollständig aufkauften, wie der Entwickler erläutert.

"Unlautere Praxis"
Diese Tools brächten damit die Wirtschaft eines Spiels aus dem Gleichgewicht und verschafften einigen wenigen Spielern einen Vorteil, der weder fair noch verdient sei, so der Vorwurf Blizzard. Das oberste deutsche Straf- und Zivilgericht stimmte dem zu und entschied nun, dass die Entwicklung und der Vertrieb dieser "World of Warcraft"-Bots durch Bossland eine "unlautere und das Spielerlebnis beeinträchtigende Praxis" darstellen.

Blizzard begrüßte die Entscheidung: "Wir möchten unter allen Umständen das Spielerlebnis all unserer Spieler sowie unser geistiges Eigentum schützen und freuen uns deshalb sehr über die Entscheidung des Gerichts", hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens vom Mittwoch. Das Unternehmen werde auch weiterhin seine Spiele schützen, um eine faire und gerechte Spielumgebung zu gewährleisten.

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