Sa, 18. August 2018

Pensionierungswelle

07.01.2017 16:14

Ärztestellen bleiben unbesetzt

Das Ärztesystem in Kärnten ist krank. Immer mehr Patienten müssen vor allem am Land um ihre Versorgung bangen, weil sich kein Nachfolger für ihren Arzt findet. In Greifenburg und Bad Eisenkappel mussten mehrere Anläufe unternommen werden, um Planstellen zu besetzen. Heuer könnte sich die Lage noch zuspitzen.

Landesvize Beate Prettner hatte den Ärzten nach Weihnachten einen Seitenhieb verpasst. "165 Allgemeinmediziner sind nicht erreichbar. Die Folge ist, dass Spitäler wieder einmal den Ansturm abfangen müssen."

Wasser auf die Mühlen der protestierenden Ärzte. "98 Praxen waren offen - das ist doch ein ordentlicher Schnitt für die Feiertagszeit", entgegnet Josef Huber, Präsident der Ärztekammer. "Man sollte am besten schon rund um die Uhr bereit sein, vom Kleinkind bis zum Pensionisten alles abdecken - und das bei enttäuschender Kassenhonorierung. Da darf man sich nicht wundern, wenn wir am Land schwer Ärzte finden."

In Bad Eisenkappel und Greifenburg habe man sogar mehrmals dieselben Stellen ausschreiben müssen. Huber: "Da zeichnet sich Gott sei Dank eine Lösung ab."

Und das soll erst der Anfang gewesen sein. "Viele Ärzte - auch ich - gehen bald in Pension. Die Nachbesetzung ist offen", so Kurienchef Gert Wiegele. Er sieht das Hauptproblem in der Zugangsbeschränkung beim Studium: "Dadurch fallen viele Jungärzte weg."

Das Land bietet daher im Feber wieder Vorbereitungskurse für die Aufnahmeprüfungen an Medizin-Unis an.

Christian Rosenzopf
Christian Rosenzopf

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