Do, 19. Juli 2018

"Smog"-Problem

02.01.2017 15:56

Feinstaub-Belastung explodiert

Das Kärntner "Smog-Problem" ist zurück. An 29 Tagen wurden in Klagenfurt im Vorjahr die Grenzwerte für die gesundheitsgefährdenden Mini-Partikel überschritten. Schlecht auch der Start ins Jahr 2017: Durch (verbotene) Feuerwerke sind die Werte erneut explodiert. Lösungen fehlen.

Die Feinstaub-Bilanz des vergangenen Jahres ist österreichweit positiv ausgefallen. Die großen Ausnahmen: Graz und Klagenfurt, wo die Belastung wieder für dicke Luft sorgt. Nach 29 Überschreitungstagen in der Kärntner Landeshauptstadt 2016, sind am Neujahrstag 2017 die Werte - trotz Raketen-Verbots - explodiert. Die Belastung ist von 30 auf 160 Mikrogramm (Grenzwert sind 50) angestiegen.

Während es sich dabei um eine punktuelle Belastungsspitze zu Silvester handelt, sind die Werte auch das übrige Jahr bei Wetterlagen mit geringem Luftaustausch nicht in den Griff zu bekommen. Selbst mit "Feinstaub-Hunderter" (IG-L) auf der Nordumfahrung, Feinstaubkleber in der Innenstadt, Fahrverbot beim Neuen Platz und dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs bleibt die Belastung in der Landeshauptstadt einfach zu hoch.

Klagenfurts Umweltstadtrat Frank Frey setzt dennoch weiter auf die alten Rezepte gegen Feinstaub. "Zusätzlich wird die Belastung durch Inbetriebnahme des neuen Fernheizkraftwerkes sinken", hofft der Grünen-Politiker. Denn neue Filter und die Möglichkeit neuer Fernwärmeanschlüsse sollen Emissionen reduzieren.

Neue Lösungen gibt es auch beim Land Kärnten nicht. Mit dem Ausbau von Bahn, Bus, E-Mobilität soll aber der Individualverkehr als Hauptverursacher stärker reduziert werden.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.