Mi, 18. Juli 2018

Vermieter geschockt:

03.11.2016 13:52

Grazer Messie lebte mit sieben Tonnen Müll

"Ich dachte, das gibt’s nicht!" - Als der 73-jährige Grazer Hans H. nach dem Krebstod seines Mieters (68) dessen ehemalige Wohnung betrat, traf ihn fast der Schlag: Auf 50 Quadratmetern türmten sich gigantische Müllberge. Und als ob das nicht reichen würde, bleibt er nun auf den Kosten sitzen.

2001 hat der Pensionist das Mehrparteienhaus am Grazer Hafnerriegel auf Leibrente übernommen. Der "Messie" (vom Englischen mess = Unordnung) hatte damals schon dort gewohnt. "Von außen hast du nichts bemerkt", erzählt uns der Vermieter. Er sei ein freundlicher Mensch gewesen, gepflegt, gut angezogen. Wir haben uns verstanden."

Viel in die Sanierung des Hauses investiert
Umso fassungsloser war der 73-Jährige, der in seinem Haus viel in Sanierungen investiert hat, als er nun die Wohnung auf Bitte einer Tochter des Verstorbenen räumen wollte: meterhohe Müllberge, ein Gestank, der nicht auszuhalten war. "Die Entsorgungsfirma schätzt, dass es sieben Tonnen sind." Das Glück in diesem Unglück ist, dass es zu keinem Brand gekommen ist. Denn: "Meine vorige Hausverwaltung hatte uns zweieinhalb Jahre nicht feuerversichert."

Weil die Kinder das Erbe ausschlugen und es ohnehin nichts zu erben gibt, wird Herr H. nun auf den Kosten von ungefähr 15.000 Euro - "wer weiß, was hinter dem Müll noch verborgen ist" - sitzen bleiben.

Und jetzt? Wie geht es weiter? Wird er verkaufen? "Nein, ich mach weiter. Aber künftig schau ich mir meine Wohnungen zwischendurch sicher an. Das kommt in den Mietvertrag."

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