Sa, 21. Juli 2018

Obersteiermark

31.10.2016 16:13

Ein Fischer kämpft gegen kleines Kraftwerk

Wo ein Wasserkraftwerk, da in der Regel (zumindest) ein Gegner: Am weitgehend unberührten Freßnitzbach bei Krieglach ist das nicht anders. Hier wehrt sich Jakob Köpfelsberger, der Revierobmann des Landesfischereiverbands, vehement gegen das Projekt. Seine Karten sind zwar nicht mehr gut, er will dennoch bis zur EU-Ebene kämpfen.

Ehe das Wasser des Freßnitzbachs in die Mürz mündet, fließt es an einem Stück steirische Heimatgeschichte vorbei: an Peter Roseggers Waldheimat in Alpl. Ein Stückchen weiter, in der Schlucht in Richtung Freßnitz, soll Wasser entnommen und zu einer Turbine geleitet werden. Ende Juli wurde dieses Projekt von der Bezirkshauptmannschaft - unter Auflagen - naturschutzrechtlich genehmigt. "Die Auswirkungen auf die Umwelt sind gesamt gesehen als geringfügig und keinesfalls nachhaltig schädigend zu bewerten", heißt es aus dem Büro von Umweltlandesrat Anton Lang auf eine Anfrage der KP.

Doch genau das bezweifelt der Fischereiberechtigte Jakob Köpfelsberger. Seine Befürchtung: Durch die Ausleitung werden natürliche Strukturen vernichtet - mit negativen Auswirkungen für Fische und Mikroorganismen. Erst vor wenigen Tagen hat er seine mehrseitigen Argumente an Politiker und Behörden geschickt. "Man muss sich wehren, so viel unregulierte Natur haben wir gar nicht mehr."

Pläne bei Gußwerk liegen auf Eis
Widerstand gab es vor einem Jahr im selben Bezirk gegen ein weiteres geplantes Kleinwasserkraftwerk: am Falbersbach bei Gußwerk (siehe Bericht hier). Doch die Bundesforste haben die Pläne hier vorerst auf Eis gelegt. Auch 2017 ist keine Umsetzung geplant.

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