So, 16. Dezember 2018

Nach Skandalvideo

09.10.2016 07:58

Jetzt reicht's Arnie: Keine Hilfe mehr für Trump

Kaliforniens ehemaliger republikanischer Gouverneur Arnold Schwarzenegger will bei der US-Präsidentschaftswahl am 8. November nicht für Donald Trump stimmen. Es sei das erste Mal seit seiner Einbürgerung im Jahr 1982, dass er einen republikanischen Spitzenkandidaten nicht unterstütze, schrieb der gebürtige Steirer am Samstag auf Twitter. Trump bricht nach der Veröffentlichung eines Skandalvideos die Rückendeckung seiner eigenen Partei weg.

Wie er am 8. November wählen werde, darüber habe er noch nicht entschieden, so Schwarzenegger. Seit seiner Übersiedlung in die USA 1968 sei er ein stolzer Republikaner gewesen, betonte er in der Erklärung. "Aber so stolz ich auch bin, mich als Republikaner bezeichnen zu können, gibt es ein Etikett, das ich stärker als alles andere hochhalte: Amerikaner zu sein."

Es sei sein Anliegen, seine Parteifreunde daran zu erinnern, "dass es nicht nur akzeptabel ist, dein Land über deine Partei zu stellen - es ist deine Pflicht".

Skandalvideo löste Revolte gegen Trump aus
Unterdessen zogen etliche Republikaner ihre Unterstützung für den 70-jährigen Milliardär Trump zurück, darunter der frühere Präsidentschaftskandidat John McCain. Manche forderten Trump sogar dazu auf, auf das Rennen um den Einzug ins Weiße Haus zu verzichten. Nur einen Monat vor der Wahl befindet sich die Partei damit in einer tiefen Krise.

Das Video, das die "Washington Post" am Freitag veröffentlicht hatte, stammt aus dem Jahr 2005. Trump äußert sich darin vulgär über Frauen und brüstet sich mit sexuellen Übergriffen. Die Veröffentlichung schlägt so hohe Wellen, dass sich der Republikaner in der Nacht auf Samstag zu einer öffentlichen Entschuldigung gezwungen sah.

Trump: "Null Chancen, dass ich aufgebe"
Doch trotz des massiven Drucks aus den eigenen Reihen hält Trump an seiner Präsidentschaftskandidatur fest. Er werde "niemals aus dem Rennen ausscheiden", es gebe "null Chancen, dass ich aufgebe", sagte er dem "Wall Street Journal". Auf Twitter schrieb er, die Medien und das Establishment wünschten sich inständig, er möge seine Kandidatur beenden. Aber: "Ich werde niemals meine Anhänger im Stich lassen!"

Zugleich kündigte der Immobilienmogul an, zum Gegenangriff übergehen und die sexuellen Ausschweifungen von Bill Clinton ins Zentrum seiner Kampagne rücken zu wollen. Der Ex-Präsident und Ehemann seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton habe Frauen "missbraucht" - und Hillary Clinton habe diese Frauen dann "eingeschüchtert, angegriffen und blamiert", polterte Trump am Samstag.

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