Mi, 19. September 2018

Urlaubszeit arg

31.08.2016 13:45

1000 Tonnen Müll und viel Kurioses an Autobahnen

Die Zeit des starken Urlauberverkehrs neigt sich dem Ende zu. An den Tiroler Autobahnen hat die Asfinag danach mit den Auswirkungen zu kämpfen: mehr als 1000 Tonnen Müll, von denen nur die Hälfte in Müllkübeln der Park- und Rastplätze landet. Kuriose Fundstücke gehören für die Asfinag-Mitarbeiter zum Alltag.

Hausmüll aller Art, Säcke voller Getränkedosen aus einem Reisebus. Ein alter Kühlschrank, Reifen, Möbelstücke - erstaunlich was Autofahrer an den 223 Kilometern Tiroler Autobahnen und Schnellstraßen wegwerfen oder manchmal schlicht verlieren. "Es fällt immer mehr Müll an", lautet nach langjähriger Erfahrung das Fazit von Emil Hell, der bei der Asfinag für die Autobahnmeistereien zuständig ist. Klar sei auch der steigende Verkehr eine Ursache dafür, doch auch die "Müll-Disziplin" der Lenker lasse tendenziell nach.

Hälfte des Mülls liegt verstreut an Fahrbahnen

Allein bei den vier Tiroler Autobahnmeistereien fallen pro Jahr Unmengen von Abfall an - 290 Tonnen in Vomp, 360 Tonnen in Plon, 130 Tonnen in Imst und 43 Tonnen in St. Jakob. Grob gesagt stammt die Hälfte von den Rast- und Parkplätzen, die der Streckendienst 4-mal täglich kontrolliert.

Einsammeln kostet 500.000 Euro

Doch ebenso viel Abfall muss mühsam und kostspielig (rund 500.000 Euro) entlang der Fahrbahnen gesammelt werden. "Das ist mit Risiko verbunden, vor allem entlang des Mittelstreifens. Diese Arbeiten werden teils nachts gemacht, sonst droht sofort ein Stau", sagt Hell. Brenzlige Situationen können auch entstehen, wenn weggeworfene Zeitungen oder Papier aufgewirbelt werden und den Autofahrern die Sicht nehmen.

Wochenende am schlimmsten

Das Müllproblem stellt sich vor allem auf der Brennerroute, in der Ferienzeit und in der Phase von Donnerstag bis Sonntag. Auf der A13 stehen neben 30 Mitarbeitern der Autobahnmeisterei Plon auch Klienten des psychosozialen Pflegedienstes im Aufräumeinsatz.Erwischt werden Lenker, die den Abfall einfach aus dem Fenster werfen, leider selten. Wenn jemand ertappt wird, nehmen die Asfinag-Mitarbeiter die Personalien auf - Anzeige folgt.

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