Di, 18. Dezember 2018

Kündigt London an

22.08.2016 09:09

Schärferes Vorgehen gegen inhaftierte Islamisten

Die britische Regierung will härter gegen die Verbreiter islamistischen Gedankenguts in Gefängnissen vorgehen. Die verschärften Maßnahmen richteten sich gegen Gefangene, "die sich subversiv verhalten oder Vorstellungen verbreiten, die fundamentalen britischen Wertvorstellungen entgegenstehen", kündigte das Justizministerium am Montag in London an.

"Für die gefährlichsten Terroristen und Radikalisierer wird die Regierung alle Möglichkeiten nutzen, die ihr zur Verfügung stehen." Zu den geplanten Maßnahmen zähle die Trennung von Extremisten von anderen Gefangenen und das Verbot der Teilnahme an gemeinsamen Gebetstreffen, erklärte das Ministerium. Extremistische Schriften sollten verboten werden, das Vollzugspersonal solle speziell geschult werden.

Das Justizministerium teilte zudem mit, es habe eine neue Abteilung eingerichtet, die sich dem Vorgehen gegen den islamistischen Extremismus in den Haftanstalten widmen soll. Der Vorlage der neuen Maßnahmen war eine Untersuchung vorangegangen, in deren Verlauf Experten rund 60 Gefängnisse in Großbritannien, Frankreich, Spanien und den Niederlanden besuchten. Der islamische Extremismus sei "eine Gefahr für unsere Gesellschaft und eine Bedrohung der öffentlichen Sicherheit", erklärte Justizministerin Elizabeth Truss. Die "Ausbreitung dieser giftigen Ideologie hinter Gittern" müsse bekämpft werden.

Ausbreitung der Ideologie soll verhindert werden
In ihrem Bericht betonten die Experten, dass sich die Maßnahmen nicht gegen die Religion allgemein richteten. "Der Glaube hat das Potenzial, Leben zum Besseren zu wenden", heißt es darin. Beim Islamismus handle es sich hingegen um eine politische Ideologie, die von "Intoleranz und anti-westlichen Ressentiments" geprägt sei.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Viele Verletzungen
Olympiasieger Viletta beendet seine Karriere
Wintersport
Verdächtiger in Haft
Junge Touristinnen in Marokko getötet
Welt
„Sind glücklich“
Hoeneß bleibt Bayern-Aufsichtsratsvorsitzender
Fußball International
Ehre für Salzburger
Gishamer ersetzt Drachta als FIFA-Schiedsrichter
Fußball International
Ein Jahr in Zahlen
So turbulent war das Flugjahr 2018
Reisen & Urlaub
Blutspur hinterlassen
Alkolenker flüchtet und versteckt sich unter Bett
Niederösterreich
„Regnen“ auf Planeten
NASA: Saturn wird seine prächtigen Ringe verlieren
Video Wissen
Breitenreiter sauer
Irre PK! 96-Coach geht auf eigenen Spieler los
Fußball International
ManUnited-Rauswurf
Rekord-Abfindung! So viel kassiert jetzt Mourinho
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.