Rekordhoch

2015 kamen 2,14 Mio. Zuwanderer nach Deutschland

Ausland
14.07.2016 10:24

Die Zuwanderung nach Deutschland ist im Vorjahr auf ein Rekordhoch gestiegen. Rund 2,14 Millionen Menschen kamen nach Deutschland - rund 672.000 mehr als 2014, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Das ist ein Anstieg von 46 Prozent.

Die Zahl der Auswanderer stieg ebenfalls auf einen Rekord: 998.000 Menschen kehrten Deutschland den Rücken, neun Prozent mehr als im Jahr zuvor. Damit kamen rund 1,14 Millionen mehr Personen hinzu als wegzogen. Auch das ist beim sogenannten Wanderungsüberschuss der bisher höchste Wert seit Bestehen der Bundesrepublik.

Die Zuwanderung von Flüchtlingen habe einen großen Anteil am Anstieg, teilte das Bundesamt mit. Europäer stellten allerdings die meisten Zuwanderer: Rund 45 Prozent waren EU-Bürger, 13 Prozent kamen aus anderen europäischen Ländern. 30 Prozent der Zuwanderer stammten aus Asien, fünf Prozent aus Afrika.

Zahl der zugewanderten Syrer enorm gestiegen
Die Zahl der zugewanderten Syrer stieg kräftig von 66.000 auf 298.000, die der Afghanen von 11.000 auf 80.000, die der Iraker von 4000 auf 60.000 und die der Pakistaner von 7000 auf 20.000. Der Wanderungsüberschuss kletterte bei Albanern um 12.000 auf 47.000 sowie für Kroaten von 25.000 auf 40.000. Insgesamt kamen die meisten Menschen aus Syrien (326.000), gefolgt von Rumänien (212.000) und Polen (190.000).

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