Kritik an Ausbauplänen

Wirbel um „mehr Beton“ statt grünem Damm

Niederösterreich
16.06.2026 07:50

Die Perchtoldsdorfer Opposition möchte verhindern, dass ein wunderschöner, grüner Damm neben der Autobahn A21 für „noch mehr Beton und Gestank geopfert wird“. Die Bürgermeisterin verteidigt das Projekt, denn geplant sei unter anderem ein lebensrettender Pannenstreifen sowie neue Lärmschutzwände. 

Der geplante Ausbau der A 21 bei Perchtoldsdorf im Bezirk Mödling sorgt derzeit für Diskussionen. Konkret geht es um 3400 Quadratmeter Grünland auf Gemeindegebiet, das demnächst um 287.000 Euro an die Asfinag verkauft werden soll.

Auf massiven Widerstand stößt dieses Projekt jedoch bei der Opposition. „Bald Beton statt Grün?“, fragt sich Gabriele Wladyka von der Perchtoldsdorfer Bürgerliste (PBL). Denn: „Diese schöne Grünfläche will die Asfinag von der Gemeinde kaufen und eine Kläranlage errichten“, befürchtet sie.  Und: „Der gesamte wunderschön bewachsenen Damm soll einem ,Begleitweg’ geopfert werden“, so die Gemeinderätin.

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Schützen wir unsere wertvollen Grünflächen vor den Zugriffen der Baulobby, die hier wohl wieder ein Riesengeschäft wittert.

Gabriele Wladyka, Gemeinderätin PBL

Die blau umrandeten Grünflächen links und rechts im Bild sollen an die ASFINAG verkauft werden.
Die blau umrandeten Grünflächen links und rechts im Bild sollen an die ASFINAG verkauft werden.(Bild: ZVG PBL)

Beschlossen werden soll der Verkauf bereits in der nächsten Gemeinderatssitzung am 18. Juni. „Viele Details dazu sind jedoch noch unklar und auch die Bevölkerung muss umfassend informiert werden“, kritisiert Wladyka.

Ausbaupläne sind bereits seit 2023 im Gespräch und notwendig
Bürgermeisterin Andrea Kö jedoch verteidigt das Projekt. „A21-Ausbau und Lärmschutz sind schon lange Thema und es gab dazu bereits 2023 eine Bürgerveranstaltung“. Der Hintergrund: Die Asfinag plant an der A 21 zwischen Brunn und Gießhübl die Errichtung eines Pannenstreifens sowie neuer Lärmschutzwände. Laut dem Projektbetreiber stellt der fehlende Pannenstreifen nämlich ein großes Sicherheitsrisiko bei Unfällen dar.

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Blaulichtorganisationen müssen derzeit am ersten Fahrstreifen im Fließverkehr teils risikoreiche Unfallbergungen durchführen.

Bürgermeisterin Andrea Kö

Kö weiter: „Der neue Begleitweg ist nicht versiegelt und dient lediglich den Betriebsfahrzeugen der Asfinag zur Wartung- und Instandhaltung der neuen Lärmschutzwände und Gewässerschutzanlagen“.

Und: „Die Entwässerung ist veraltet und sanierungsbedürftig. Mit einem geplanten Retentionsbecken wird auch ein wesentlicher Beitrag zum Umweltschutz geleistet.“ Ohne all dieser Maßnahmen könne es auch keine neuen Lärmschutzwände geben, die für die Anrainer laut Kö eine überaus große Entlastung darstellen werden. 

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