Mi, 22. August 2018

Fall in Deutschland

13.07.2016 14:07

Kirschen gestohlen: 3 Flüchtlingskinder angezeigt

Mit diesem Mann aus Deutschland ist wahrlich nicht gut Kirschen essen: Als er drei Flüchtlingskinder beim Pflücken seiner Kirschen erwischte, erstattete der 62-Jährige Anzeige. "Einfach auf den Baum klettern und die Bäuche vollstopfen, das geht nicht", rechtfertigte sich der Mann. Pech: Da die Kinder strafunmündig sind, wurde das Verfahren eingestellt.

Wie die "Bild"-Zeitung am Mittwoch berichtete, stammen die Kinder aus Afghanistan und kamen vor fünf Monaten nach Deutschland. Seither wohnen sie in einer Flüchtlingsunterkunft in der Ortschaft Baeck im Bundesland Brandenburg.

"Ein Freund hat uns erzählt, dass auf einem Grundstück zwei Kirschbäume stehen. Wir wussten nicht, dass es jemandem gehört oder genutzt wird. Einen Zaun gab es nicht", sagte eines der Kinder gegenüber der "Bild". Zu dritt machten sie sich dann per Fahrrad auf, um Kirschen zu ernten. Der Grundstücksbesitzer: "Hätten die Jungen mich ordentlich gefragt, hätte ich das erlaubt. So aber alarmierte ich sofort die Polizei." Der 62-Jährige erwischte das Trio auf frischer Tat, den Kindern gelang die Flucht. Die Exekutive fuhr auf Verdacht zur Flüchtlingsunterkunft im Ort und traf dort auf die Kinder, die die Tat sofort gestanden.

Beute im Wert von acht Euro
Da die Kinder allesamt unter 14 Jahre alt sind, wurde die Anzeige des Grundstücksbesitzers wieder fallen gelassen. Reiche Beute machten die Kirschendiebe ohnehin nicht: Laut Einschätzung des 62-Jährigen belief sich der Wert der gestohlenen Kirschen auf acht Euro.

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