Mi, 17. Oktober 2018

15.000 Euro Schaden

01.07.2016 13:47

Sohn des Besitzers legte Feuer in Jagdhütte

Der mysteriöse Fall rund um eine brennende Jagdhütte und einen verletzten jungen Mann, der vor dem in Flammen stehenden Gebäude im niederösterreichischen Ternitz lag, ist gelöst: Der 26-Jährige hatte das Feuer in der Hütte seiner Eltern laut Polizei offenbar selbst gelegt. Der Grund: Er wollte seinen Eltern Schaden zufügen. Geständig ist der junge Mann bislang aber nicht.

Am Samstagabend hatte der Verdächtige mit Freunden auf dem Grundstück gegrillt. Gegen Mitternacht verließen alle Anwesenden das Areal, um eine Veranstaltung zu besuchen. Zurück blieben die Autos eines Gastes und des 26-Jährigen.

Am Sonntag gegen 5 Uhr kehrte der junge Mann - betrunken - allein zur Blockhütte zurück. Kurz darauf rief er seine Mutter an und erzählte ihr, dass das Gebäude brannte. Alarmierte Feuerwehrleute trafen vor Ort auf den 26-Jährigen, er hatte Schnittwunden an beiden Armen.

26-Jähriger neigt betrunken zu Aggressionen
Brandermittler, die auch einen Spürhund einsetzten, stellten fest, dass das Feuer an mindestens vier Stellen in der Hütte mit brandbeschleunigenden Mitteln gelegt worden war. Die weiteren Erhebungen ergaben, dass der Verdächtige in alkoholisiertem Zustand zu Aggressionen neige und es dabei immer wieder zu Körperverletzungen und Sachbeschädigungen komme.

Die Verletzungen an den Armen dürfte er sich bei seinen weiteren Vandalenakten zugezogen haben: Bei den Fahrzeugen und in einem Geräteschuppen waren die Scheiben eingeschlagen und bei einem dort abgestellten Wohnwagen die Seitenwand demoliert worden.

Bei Einvernahme in Widersprüche verstrickt
Bei der Befragung verstrickte sich der Beschuldigte jedenfalls in Widersprüche, berichtete die Polizei am Freitag. Er war nicht geständig und gab an, sich aufgrund seines Zustands an nichts zu erinnern. Er könne allerdings auch nicht ausschließen, die Taten begangen zu haben, erklärte der 26-Jährige. Der Mann wurde in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert. Der entstandene Sachschaden wurde mit 15.000 Euro beziffert.

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