An die 6000 Flüchtlinge wurden alleine im heurigen ersten Quartal in Tirol aufgegriffen - weiters mussten über 3000 Illegale etwa von Deutschland zurück genommen werden. Der Großteil davon will sich von der Reise aber nicht abhalten lassen und pfeift daher auf die heimischen "Spielregeln". Einreiseverbote sowie Ladungsbescheide der Polizei landen oft kurzerhand im Mülleimer!
Die Zahl der Illegalen-Aufgriffe stieg zuletzt schier unaufhaltsam. 2012 waren es "nur" 1925 Flüchtlinge, die in Tirol ohne gültige Aufenthaltspapiere erwischt wurden. Zwei Jahre später zählte die Polizei bereits 7106 Fälle - im Vorjahr wurde mit mehr als 10.000 Aufgriffen dann noch einmal alles bei weitem übertroffen. Und heuer? Im 1. Quartal gingen 6000 Illegale heimischen Beamten in die Fänge. Zudem mussten in dieser Zeit über 3000 zurück genommen werden.
Viele Flüchtlinge halten nichts von den "Spielregeln"
Was passiert, wenn ein Illegaler in Deutschland aufgegriffen und nach Tirol zurückgebracht wird, wird vor allem Pendlern immer wieder vor Augen geführt. Ein Zeuge gegenüber der "Krone": "Bayerische Polizisten drücken den aufgegriffenen Flüchtlingen ein Einreiseverweigerungs-Dokument in die Hand. Auf Tiroler Seite gibt’s dann noch einen Ladungsbescheid dazu."
So weit, so gut. Doch offenbar halten viele Illegale von den "Spielregeln" rein gar nichts - länger festgehalten werden dürfen sie ohnehin nicht. "Immer wieder beobachte ich, wie Flüchtlinge die Bescheide lachend wegwerfen. Meistens in den Müll, oft aber auch einfach auf den Bahnsteig oder die Straße", schildert der verärgerte Pendler weiter.
Polizei bestätigt: "Zahl ist äußerst gering"
Dieses Problem kennt man auch bei der Polizei. Auf die Frage, ob viele Flüchtlinge den Ladungsbescheid ernst nehmen und zum angegebenen Termin bei der zuständigen Stelle erscheinen, heißt es ganz knapp: "Die Zahl ist wirklich äußerst gering!"
Kein Wunder: Wie der Trend der vergangenen Jahre zeigte, wollen nur die wenigsten in Österreich bleiben. Viele zieht es nach Deutschland oder Skandinavien - und sie werden es wohl so oft versuchen, bis es letztendlich auch klappt…
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