Di, 25. September 2018

Schwer bewaffnet

03.03.2016 20:00

Istanbul: Frauen nach Angriff auf Polizei getötet

In Istanbul sind nach einem Angriff auf eine Polizeistation zwei Kämpferinnen einer linksradikalen Gruppe getötet worden. Die beiden Frauen hatten am Donnerstagvormittag im Stadtteil Bayrampasa das Hauptquartier der sogenannten Anti-Aufruhr-Polizei angegriffen. Nach einem Schusswechsel verschanzten sie sich in einer nahe gelegenen Wohnung, bei deren Erstürmung sie schließlich erschossen wurden.

Zu dem Angriff bekannte sich die verbotene linksradikale Revolutionäre Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C), die seit Jahrzehnten immer wieder Anschläge auf Polizisten, Soldaten, Beamte und Politiker sowie Vertreter von Konzernen begeht.

Die beiden Frauen hatten mehrere Granaten auf die Polizeistation im Viertel Bayrampasa im europäischen Teil von Istanbul geworfen, doch waren die Sprengkörper nicht explodiert. Anschließend feuerten sie mit Gewehren auf die Polizei, die das Feuer erwiderte.

Bei dem Feuergefecht wurde eine der Angreiferinnen verletzt, woraufhin beide die Flucht ergriffen und sich in einer nahe gelegenen Wohnung verschanzten. Als die Polizei die Wohnung stürmte, wurden die Attentäterinnen getötet. Die DHKP-C würdigte sie in einer Erklärung als "Kämpferinnen für Gerechtigkeit".

Serie von blutigen Anschlägen in der Türkei
Im Februar waren bei einem Anschlag einer militanten kurdischen Gruppe auf Busse mit Soldaten in der Hauptstadt Ankara 30 Menschen getötet worden. Im Jänner hatte sich ein Selbstmordattentäter in Istanbul in die Luft gesprengt, zwölf deutsche Touristen kamen ums Leben. Dieser Anschlag wurde der Terrormiliz Islamischer Staat zugeschrieben.

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