
Radikal geändert hat sich die Landkarte der Steiermark durch die jüngste Gemeindereform. Ein besonders heißes Eisen, der Zusammenschluss benachbarter Städte, wurde aber nicht angegriffen. Nun macht die Wirtschaft wieder verstärkt Druck in diese Richtung: im Aichfeld, im Mürztal und in der Weststeiermark.
"Eine Fusion von Bruck und Kapfenberg wäre der nächste wichtige Schritt für die Obersteiermark", steht für Heribert Krammer klipp und klar fest. Der Eigentümer des "ECE"-Einkaufszentrums in Kapfenberg will gemeinsam mit seinem Sohn Christoph die Zusammenlegung der beiden benachbarten Städte vorantreiben.
"Wir hätten mehr Geld durch den Finanzausgleich, ein besseres Bildungsangebot, einen gemeinsamen Citymanager und Tourismusverband", nennt Kramer Vorteile. Den Rückhalt vieler Unternehmer spürt er - nun geht es darum, auch die Lokalpolitiker und die Bürger zu überzeugen.
Ein ganzer Bezirk im Fusionsgespräch
Auch die Debatte um eine große "Aichfeld-Stadt" hat neuen Schwung bekommen. Die regionale Wirtschaftskammer ließ eine Analyse erstellen: Demnach würde eine Fusion aller (!) 20 Gemeinden im Bezirk etwa 30 Millionen Euro Mehreinnahmen bringen. Immerhin 18 Millionen Euro wären es bei einer Zusammenlegung der Kernzone (Judenburg, Knittelfeld, Spielberg, Zeltweg, Fohnsdorf und vier weitere Kommunen).
"Landeskrankenhaus wäre unantastbar"
Auch in der Weststeiermark forciert die Kammer nach wie vor eine Einheit von Voitsberg, Köflach, Rosental, Bärnbach und Maria Lankowitz. "Sie steht ganz oben auf unserer Agenda. Es wurde schon zu viel versäumt", sagt Regionalstellenleiter Gerhard Streit.
Die erste große Debatte über den Zusammenschluss gab es schon vor sieben Jahren. "Wäre damals die Fusion gekommen, wäre der Abzug von Abteilungen im LKH nie Thema gewesen", ist Streit überzeugt. "Einer großen Stadt nimmt man nichts weg."












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