Sa, 21. Juli 2018

Schett: "Fusion gut"

16.01.2016 16:52

Alles neu! Innsbrucks Tennisszene vor Mega-Umbruch

Paukenschlag in der Innsbrucker Tennisszene! Der ITC und der IEV - zwei seit Jahrzehnten politisch getrennte Vereine - werden bald zu einem. Der Grund: Die Stadt braucht für die Neugestaltung des "Campagnereiter-Areals" in der Reichenau mit hunderten neuen Wohnungen auch die Anlage des ITC. Dafür soll auf der Anlage des IEV für mehrere Millionen ein topmodernes Tenniszentrum entstehen. Die Turnerschaft hingegen zieht ab.

BaUnd Es ist fast so, als würden die beiden Wiener Fußball-Traditionsvereine Rapid und Austria gemeinsame Sache machen. Eine Fusion zwischen dem Arbeiterclub ITC (gegründet 1969) und dem altehrwürdigen IEV (1904 entstand die Tennissektion) steht kurz bevor. "Wir geben eine fast 50-jährige Tradition auf", meint ITC-Obmann Gregor Gollmayer. "Es ist in meinen Augen aber eindeutig die richtige Entscheidung, wenn man an die Zukunft denkt. Ein Neustart, der speziell den folgenden Generationen zugute kommen soll."

Topmoderne Anlage für künftige Generationen

Ein Schritt, der vor allem auch deshalb notwendig wird, weil die Stadt Innsbruck das rund acht Hektar große Champagnereiter-Areal in der Innsbrucker Reichenau neugestaltet und auf der derzeitigen Anlage des ITC Wohnungen entstehen sollen. Dafür nimmt die Stadt auch viel Geld in die Hand. Denn statt der in die Jahre gekommenen Anlage des IEV soll für mehrere Millionen Euro ein Tenniszentrum entstehen, das laut Gollmayer hoffentlich "in Österreich wohl seines Gleichen suchen wird". "Die Stadt muss sich auch bewusst sein, dass sich etwa 3500 neue Bürger in der Reichenau niederlassen werden, die solche Infrastrukturen dann auch in Anspruch nehmen", meint der ITC-Boss.

Die Bauarbeiten sollen Ende 2018 fertig sein

Zu den bestehenden elf Freiplätzen sind in diesem Sektor neben einer topmodernen Halle mit vier Plätzen, zwei Hartplätzen, einem Center Court und einem Clubhaus unter anderem auch Geschäfte, ein Wohnblock, ein Fitnessstudio sowie soziale Einrichtungen geplant. "Ende 2018 könnte die Anlage fertig sein", hofft Gollmayer, der von seinen Mitgliedern im Sommer eine einstimmige Generalvollmacht für künftige Entscheidungen anvertraut bekam. Bis dahin müssen die Vereine noch einem nun bevorstehenden Planungsprozess zustimmen. Anschließend wird ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Viel Zeit also, damit die Mitglieder der beiden Vereine zusammenwachsen können. "Wir gehen ein hohes Risiko ein. Denn wir geben unsere Anlage auf, während der IEV lediglich ein, zwei Jahre zu uns ausweichen wird müssen. Aber es ist eine einmalige Chance, unseren geliebten Sport voranzutreiben."

Babsi Schett von Fusion begeistert

Und was sagt Babsi Schett, ehemalige Nummer sieben der Welt und beste Tennisspielerin Österreichs aller Zeiten zum Ende ihres Stammvereines ITC? "Ich finde die Fusion der beiden Vereien gut. Schließlich waren auch die Mitgliederzahlen nicht mehr die, die sie einmal waren. Das Clubleben wird lebendiger und auch ein topmodernes Tenniszentrum entsteht. Eine super Sache!"

Turnerschaft schlägt bald am Paschbergweg auf

Auch bei der Turnerschaft, dem dritten Innsbrucker Tennisverein in der Reichenau, wird sich aufgrund der Neugestaltung am Champagnereiter-Areal so einiges verändern. Die Clubmitglieder werden bald hinter dem Tivoli-Stadion am Paschbergweg auf einer neuen Anlage aufschlagen. In der Innsbrucker Tennisszene bleibt also fast kein Stein auf dem anderen ...

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