Sa, 25. Mai 2019
15.01.2016 16:34

Steile Karriere

Das Glück des Tüchtigen

Mit 20 Jahren begann Christoph Steiner seine Polit-Karriere bei der Tiroler FPÖ. Acht Jahre später ist der Zillertaler der jüngste Stellvertreter des Landesparteichefs.

Er ist politisch engagiert und hat sich damit auch mittlerweile einen Namen gemacht. Es war ein persönlicher Schicksalsschlag, der das politische Interesse von Steiner - der selbstständiger Physiotherapeut ist - auslöste. "Kurz nach meinem 18. Geburtstag ist mein Vater plötzlich verstorben. Meine Mutter und meine jüngere Schwester erhielten die Witwen- beziehungsweise Waisenpension. Die jeweilige Berechnung war für mich nicht nachvollziehbar, die Auszahlungen waren viel zu niedrig", erklärt Steiner

"Ich studierte alle Parteiprogramme"

Das war für ihn Anlass genug, alle Parteiprogramme anzusehen. "Ich stamme aus einer schwarzen Familie und da war es naheliegend, dass ich mir zunächst die Inhalte der ÖVP ansah", sagt der 28-Jährige. Schnell entwickelte er auch eine Tendenz - jedoch in die blaue Richtung. "Ich suchte den Kontakt zu Parteimitgliedern und führte Gespräche. Mit der Zeit spürte ich, dass ich an der richtigen Stelle war. Nach zwei Jahren reiflicher Überlegung stellte ich dann einen Mitgliedsantrag", schildert der Zillertaler.

Familie war zunächst nicht begeistert

Der positive Beschluss war der Startschuss seiner politischen Karriere. Doch nicht jeder stimmte zunächst diesem Entschluss zu. "Familienmitglieder und Freunde konnten nicht verstehen, wieso ich mich ausgerechnet für die Blauen entschloss. Das hat sich aber gelegt, mittlerweile stehen alle hinter mir", gibt Steiner ehrlich zu.

Rund 300 Mitglieder im Zillertal

In die Partei gliederte er sich rasch ein. Bereits drei Jahre später übernahm er die FPÖ-Organisation im Zillertal. "Wir haben es sogar geschafft, Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache für zwei Veranstaltungen ins Zillertal zu holen", verkündet er stolz. Und auch die Anzahl der Mitglieder innerhalb des Tales ist in den vergangenen Jahren auf rund 300 gestiegen. "Immer mehr alleinerziehende Mütter und Väter schließen sich uns an. Mittlerweile können wir uns durchaus mit der SPÖ vergleichen", stellt der Jung-Politiker klar.

Ohne Fleiß kein Preis

Der Einsatz blieb von Landesparteiobmann Markus Abwerzger nicht unentdeckt. Vor wenigen Tagen hat er Steiner zu einem seiner insgesamt fünf Stellvertreter auserkoren. "Die langjährigen Bemühungen scheinen sich mittlerweile gelohnt zu haben", freut sich der Zillertaler. Respekt vor seinen erfahreneren Kollegen hat er zwar, jedoch lässt er sich nicht einschüchtern. "Seit 1992 haben wirim Gemeinderat in Zell am Ziller ein Mandat. Das durfte ich vor drei Jahren übernehmen", erklärt Steiner und ergänzt: "Da ich kein Stimmvieh für den Häuptling bin, werden mir des Öfteren Steine in den Weg gelegt. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie ich damit umgehen muss. Ich habe mittlerweile ein richtig dickes Fell."

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