Gutachten mangelhaft

Klagenfurter Stadion bleibt wohl bis 2017 gesperrt

Kärnten
28.10.2015 18:38
Das Tauziehen um das Klagenfurter Stadion wird sich für die Stadt wohl bis 2017 weiterziehen. In einer Stellungnahme an die Justiz berichtet der Anrainer-Anwalt von "mangelhaften und unrichtigen Gutachten", die neu zu erstellen seien. Auch das offizielle Kompromissangebot an die Anrainer ist ausständig.

Zur Erinnerung: Seit fast drei Monaten ist das Stadion - mit Ausnahme der Westtribüne - gesperrt. Fieberhaft versucht die Stadt einen Kompromiss mit den fünf Anrainerfamilien zu erzielen (Kernpunkte sind eine Reduzierung der Großevents und ein neues Verkehrskonzept). Dieser könnte aber lange auf sich warten lassen. "Bis heute liegt uns kein konkrektes Angebot vor", kritisiert Anrainer-Anwalt Franz Unterasinger.

"Es wird alles in ein offizielles Papier gegossen und per Anwalt zugestellt", so Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz, die allerdings auch einfordert, "dass die Sache zügig weitergeht."

Unabhängig davon geht das Tauziehen wohl bis 2017 weiter. In einem 24-seitigen Schreiben an das Landesverwaltungsgericht prangert Unterasinger die Gutachten zur Stadionfertigstellung an.

"Sie sind mangelhaft und überholt. Zwölf Gutachten sind neu zu erstellen. Das dauert locker ein Jahr", so Unterasinger. "Und das geht aber erst, wenn wir das Angebot der Stadt kennen..."

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