Eigentlich sind im Internat der Fachberufsschule für Tourismus in Absam nur Lehrlinge untergebracht - ab Mitte November wird sich dies ändern. Dann werden dort nämlich noch zusätzlich an die 30 minderjährige Flüchtlinge im Alter zwischen 14 und 18 Jahren einquartiert. "Wir wurden darüber vor kurzem informiert. Es handelt sich dabei um eine Einrichtung des Landes. Wir als Gemeinde können da nicht viel tun. Wichtig ist uns nur, dass alles geordnet abläuft", erklärt Bürgermeister Arno Guggenbichler im "Krone"-Gespräch und ergänzt: "Die aktuelle Flüchtlingsthematik ist höchst besorgniserregend. Wenn die Menschen schon da sind, gilt es zu handeln, damit diese ordentlich untergebracht sind und nicht im Freien schlafen müssen."
Dass alles in geregelten Bahnen ablaufen wird, davon ist die zuständige Soziallandesrätin Christine Baur (Grüne) fest überzeugt, zumal die minderjährigen Flüchtlinge in einem eigenen Stock einquartiert und rund um die Uhr von Fachpersonal betreut werden.
Bis zu fünf Traglufthallen
Weiterhin unklar ist hingegen, wo in Tirol künftig winterfeste Traglufthallen für Flüchtlinge aufgebaut werden. Wie berichtet, will das Land bis zu fünf solcher aufblasbaren, kuppelartigen Unterkünfte anschaffen. Als sicher gilt, dass eine solche "Space-Halle", die für bis zu 200 Flüchtlinge Platz bietet, in Innsbruck errichtet wird. Über die Kosten für ein derartiges Quartier will man noch keine Angaben machen - die Ausschreibung laufe. Unklar ist auch, wie viel Zeit die bürokratischen Hürden in Anspruch nehmen. "Ich hoffe, dass bis spätestens Weihnachten die Hallen stehen", betont LR Baur.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.