"Der Mann kannte sich im Gebiet bestens aus. Er war allein und wollte wie schon so oft auf die Hüttenspitze", weiß Christian Mauracher, Ortsstellenleiter der Bergrettung Hall. Als der 77-Jährige am Dienstag gegen 17 Uhr noch immer nicht zuhause war, begann sein Sohn selbst mit der Suche und er alarmierte auch die Einsatzkräfte. Im Bereich der Merkelrinne (großteils ein Bergwandersteig im ersten Schwierigkeitsgrad) stieß der Sohn dann auf seinen toten Vater. "Fast gleichzeitig fand auch die Besatzung des Innenministerium-Hubschraubers die Unglücksstelle", schildert Mauracher. Der Tote wurde vom Hubschrauber ins Tal geflogen. Der Sohn wurde bei bereits eingebrochener Dunkelheit von den Bergrettern ins Tal begleitet.
Vermutlich ein Absturz
Die Unfallursache kann wohl nicht mehr nachvollzogen werden - ein Absturz ist aber wahrscheinlich: "In diesem Bereich passiert dies immer wieder, heuer zum Glück kaum und Stürze verlaufen dort auch oft glimpflich", weiß Mauracher.
Heuer schon 52 Tote auf Tirols Bergen
Die Zahl der Todesopfer auf Tirols Bergen liegt im heurigen Sommer (seit 1. Mai) bei 52. Was zunächst dramatisch klingt, relativiert sich im Vergleich zu anderen Jahren: "Im Vorjahr lagen wir zu diesem Zeitpunkt bei 54 Opfern", sagte Andreas Würtele, Geschäftsführer des Kuratoriums für Alpine Sicherheit. Auch der langjährige Schnitt von 61 Opfern liegt durchaus im Rahmen der aktuellen Zahlen.
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