Schüsse im Cafè

Vier Verhaftungen nach Schießerei in Café

Österreich
03.06.2006 14:02
Nach der Schießerei im Cafe "Cappuccino" in Wien- Hernals in der Nacht auf vergangenen Dienstag kommt jetzt etwas Klarheit in die Sache. Die Polizei konnte nun vier Verdächtige in Haft nehmen. Zwei tatverdächtige Personen wurden allerdings nur "formal" festgenommen: Sie liegen mit lebensgefährlichen Schussverletzungen im Krankenhaus. Ob sie einvernommen werden können, ist zweifelhaft.

Zur Vorgeschichte: Am Samstag dem 27. Mai war in der Discothek "Monte Kristo" in Vösendorf die Stimmung am Siedepunkt. Ein brechend volles Lokal, und alle warteten auf den Star des Abends - den serbischen Sänger "Sherif". Der Lokalbesitzer hatte für den Auftritt 7.000 Euro bezahlt. Doch "Sherif" sang nicht. "Muki", Chef des Gürtellokals "Estrada", erlaubte es nicht. Es ging um unbeglichene Schulden, sagen die Kriminalisten, doch wer wem wie viel Geld schuldete, ist nach wie vor unklar.

Zwei Tage später dann der Racheakt: Vier Männer stürmten ins Cafe "Cappuccino", wo sich "Muki" aufhielt und verlangten von ihm 50.000 Euro für den verpatzten Abend in Vösendorf. Aus einem Wortgefecht wurde eine handfeste Schlägerei, der Schlägerei folgte ein heftiger Schusswechsel.

Vjekoslaw J., einer der vier unerwarteten Besucher, dürfte eine Waffe gezogen haben, wurde aber selbst zum Opfer. Vor dem Lokal befand sich der verletzte Renato T., ebenfalls bewaffnet.

Zwei Tage nach dem Feuergefecht ging den Kriminalisten am Donnerstag der Albaner Enver H. ins Netz. Er soll lnsgesamt fünf Mal geschossen haben. Neben den beiden Schwerverletzten und Enver H. wurde auch "Muki", der Chef vom Cafe "Estrada", festgenommen - obwohl er nicht geschossen hat.

Foto: Andi Schiel

 

 

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