Du bist Marcus Reed, ein Ex-Gangster, der die Seiten gewechselt hat und jetzt für die Polizei von New York City auf Verbrecherjagd geht. In der härtesten Gegend von New York aufgewachsen und schon als Junge ein Gangmitglied, warst du von Anfang an am besten Weg in die Fußstapfen deines Vaters zu steigen.
Doch nach dem Verrat der anderen Gangmitglieder an deinem Vater, dem Boss der Gang und dir, ändert sich alles. Dein Vater wandert in den Knast und du überlebst einen Hinterhalt nur, weil dir Detective Terry Higgins das Leben rettet. Terry Higgins wird von da an zu deinem neuen Mentor und Freund, der dich auch zur Polizei bringt. Doch die neue Freundschaft währt nicht lange: Terry wird ermordet.
Von Chinatown über Harlem bis nach Little Italy führt dich die Jagd nach den Mördern deines Mentors und du musst herausfinden, an wessen Händen sein Blut klebt. Als Marcus Reed entscheidet man bei jeder Spielsituation selbst, ob man lieber als „Good-Cop“ oder „Bad-Cop“ spielt. Wenn man beispielsweise jemanden durchsucht und keine illegalen Gegenstände oder Substanzen findet, kann man die Person laufen lassen oder ihr Beweise unterjubeln, um sie dann zu verhaften oder sich bestechen lassen.
Das Leben als Straßencop bietet viel Abwechslung: verhafte Verbrecher, befreie Geiseln, fahre mit den verschiedensten Fahrzeugen, vom Motorrad bis zum Muscle Car, lerne verschiedene Kampfsportarten und benutze alles, was nicht niet- und nagelfest ist, als Waffe - vom Stuhlbein bis zum Maschinengewehr. Kurzum: Die Stadt gehört dir.
Grafisch präsentiert sich „True Crime: New York City“ sehr gut, besonders die Zwischensequenzen sind sehr nett animiert. Die dynamisch gestaltete Umgebung von New York wurde sehr gut umgesetzt - angefangen von den GPS-genauen Straßenverläufen bis zu den Veränderungen der Stadt, wenn man den Kriminellen und ihren Machenschaften freien Lauf lässt.
Der Soundtrack ist ein Hit: Songs von Redman, Sick of it all, Biohazard, Public Enemy, Gang Starr, Wu-Tang Clan, LL Cool J, Nas, Grandmaster Flash, Run D.M.C., Danzig und vielen anderen sind zu hören, sobald man in seinem eigenem oder einem „geborgten“ Gefährt durch die Straßen tuckert. Von Hip-Hop, Metal/Punk und Alternative über Hardcore bis hin zu Club/Dance Tracks bietet der Soundtrack viele nette Songs.
Fazit: „True Crime: New York City“ kann ohne weiteres mit anderen Spielen dieser Art (wie zum Beispiel GTA-San Andreas) mithalten. Eine gelungene und interessante Story, in Verbindung mit einer guten Grafik und einem Soundtrack, der „alle Stücke spielt“, bieten alles, was sich das Polizisten-Gangster-Herz so wünscht. Lediglich die Missionen hätten eine Spur abwechslungsreicher gestaltet werden können und die Fahrphysik fällt mitunter zu unrealistisch aus.
Plattform: PC (getestet), PS2
Publisher: dtp
Krone.at-Wertung: 81%
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