11.05.2006 07:51 |

Wirtschaftsstandort

Standort Österreich holt wieder auf

Österreich hat als Wirtschaftsstandort wieder an Attraktivität gewonnen. Wie aus dem "World Competitiveness Report 2006" hervorgeht, hat sich Österreich vom 17. auf den 13. Platz verbessert. Als europäische Länder liegen nur Island (4), Dänemark (5), Schweiz (8), Luxemburg (9), Finnland (10), Irland (11) und Norwegen (12) vor Österreich. Deutschland liegt auf Rang 26. Nummer eins sind die USA.

Die Differenz nach Punkten zeigt aber, dass die USA vor allem auf Hongkong und Singapur an Vorsprung eingebüßt haben. Die Experten führen dies unter anderem auf eine unterschiedliche Entwicklung in Politik und Wirtschaft zurück. So ist die US-Wirtschaft 2005 zwar um 3,5 Prozent gewachsen. Das Budgetdefizit hat sich aber gleichzeitig auf 318 Mrd. Dollar erhöht und der Schuldenstand erreichte 8.000 Mrd. Dollar.

Österreich hat mit Platz 13 wieder seinen langjährigen Durchschnitt erreicht. Seit 2001 pendelte die Alpenrepublik zwischen dem 14. und dem 13. Rang. Platz 17 im Vorjahr war das schlechteste Ergebnis seit fünf Jahren.

Verbessern konnte sich der Wirtschaftsstandort Österreich hinsichtlich der wirtschaftlichen und politischen Effizienz sowie im Bereich Infrastruktur. Bei der Konjunkturentwicklung fiel Österreich dagegen zurück: Während die Außenhandelsentwicklung, die geringe Jugendarbeitslosigkeit, die hohe Kaufkraft und das BIP pro Kopf als Stärken für den Wirtschaftsstandort Österreich gesehen werden, finden sich reales BIP-Wachstum, Lebenshaltungskosten, Direktinvestitionen und Beschäftigung auf der Negativseite.

In der seit 1989 durchgeführten Studie werden insgesamt 61 Länder und Regionen nach 312 Kriterien auf ihre Position im internationalen Wettbewerb untersucht. Gemessen wird dabei das "Umfeld", in dem die Unternehmen in einem Land arbeiten können.

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