„Beim Füttern habe ich das Gatter zum Gehege nur ein wenig offen gelassen, und schon war er weg“, schildert Pfleger Rudolf Bernegger vom Streichelzoo auf der Wolfschwangalm. Er war einfach viel schneller als ich, schließlich hat er zwei Beine mehr.“ Und diese vier Beine hielten auf Salzburger und Bayrischer Seite die Verfolger ganze vier Stunden auf Trab.
Polizisten und Tierpfleger hefteten sich an seine Hufe. Kein leichtes Unterfangen: Denn Rentier Rudi entpuppte sich als richtiges „Renntier“. Der Vierbeiner sorgte für ordentlich viel Wirbel in Bayrisch Gmain und Großgmain – vor allem bei den Autofahrern. In Bayern musste sogar eine Bundesstraße gesperrt werden.
Endstation war in einem Waldstück. Rudi wurde von Gerald Ragginger, dem Leiter des Wildparks Wolfschwang, mit seinem Betäubungsgewehr narkotisiert. Sein zweiter Narkose-Einsatz binnen weniger Tage. Der Jäger hat am Wochenende jenen wilden Stier betäubt, der in Wals einen Polizisten verletzt hatte. „Da war kein Tierarzt mit Betäubungsgewehr aufzutreiben“, kritisiert er, „denn eigentlich ist das gar nicht meine Aufgabe.“
Foto: Joachim Maislinger










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