Die Gefahren des modernen Alltagslebens lauern an jeder Ecke - selbst in Limonade. So kommt es, dass beim Verkosten von "Soda Scum" insgesamt 30 Versuchsperson "negative Reaktionen" aufweisen und sich innerhalb kürzester Zeit in gigantische Mutanten verwandeln. Während ein Teil der Monster noch rechtzeitig gefangen und versteckt werden kann, büchsen sechs Mutanten, unter anderem auch der bekannte Affe George, Dinosaurier Lizzie und Wolf Ralph, aus.
Auf der Suche nach den versteckten Mutanten-Kollegen geht der Spieler mit den verbleibenden Monstern auf seine ganz persönliche Zerstörungstour durch die Städte dieser Welt: Las Vegas, New York, Los Angeles, Chicago, San Francisco, Hong Kong und London stehen zur Auswahl bzw. können nach und nach frei gespielt werden. Jede Bestie verfügt zu Beginn des Spiels über unterschiedlich hohe Werte in den Eigenschaften Zerquetschen, Springen und Laufen.
Beim Gameplay hat sich nicht viel geändert: Der Spieler betritt die Arena und muss innerhalb eines vorgegebenen Zeitlimits nicht nur einen Häuserblock dem Boden gleich machen, sondern wenn möglich auch eine Missions-Vorgabe erfüllen. Frisst er beispielsweise zehn Motorradfahrer in sechs Minuten, dann winkt ihm als Belohnung eine neue Fertigkeit. Stück für Stück wird der putzige Mutant zu einer gefährlichen Bestie, die mit Brüllangriff, Ladungsschlag oder einem Zerstörungssprung Unheil und Verderben über die Gegner bringt.
Davon gibt es in "Rampage Total Destruction" nämlich jede Menge. Neben den mit Pistolen feuernden Cops kommen im Spielverlauf auch aus allen Rohren schießende Helikopter zum Einsatz. Da Angriff die beste Verteidigung ist, kann der Mutant die Gegner entweder einfach genüsslich verspeisen oder eben nach aller Kunst zerstampfen und durch die Gegend schleudern. Natürlich lassen sich auch andere Gegenstände greifen und auf den Feind werfen. Geht die Energie zuneige, dann finden sich in den Häuserblocks immer wieder erfrischende Snacks, aber auch kleine Extras und Ungenießbares, von dem man lieber die Finger lassen sollte.
Mit etwas Glück verbirgt sich hinter einem der Fenster auch ein weiteres Monster, mit dem der Spieler dann in der Runde darauf, so er denn möchte, ins Gefecht ziehen kann. A propos Gefecht: Jeder Modus lässt sich auch zu zweit bestreiten. Neben dem erwähnten Kampagnen-Modus stehen noch zwei weitere Modi zur Verfügung: Im "König der Stadt"-Modus kämpft ihr gegen einen Freund oder konsolengesteuerten Gegner um die Wette. Wer schneller Blocks zerstört, der gewinnt. Natürlich darf man zwischendurch auch ein wenig "Krieg der Mutanten" spielen und sich gegenseitig boxen. Im "König der Welt"-Modus kämpft man schließlich gegen die verstreichende Zeit an und zerstört innerhalb eines vorgegebenen Zeitlimits so viele Blocks wie möglich.
Grafisch kann "Rampage Total Destruction" nicht ganz mit aktuellen Spielen mithalten. Intro und die 30 Mutanten sind zwar sehr liebevoll gestaltet, das Leveldesign wirkt trotz einiger witziger Details allerdings ein wenig angestaubt. Zudem gleichen sich die verschiedenen Städte - ob London oder Las Vegas - doch zu sehr. Während die Sprachausgabe zu überzeugen weiß ("Freeze, Mutant!"), wird die Musik schnell eintönig.
Fazit: Am Spielspaß von "Rampage" hat sich über die Jahre nicht viel geändert. Schnell hat man Blut geleckt und findet Gefallen an der blinden Zerstörung. Allerdings geht dieser Reiz auch schnell wieder verloren, konzentriert sich "Rampage Total Destruction" nach einiger Zeit doch auf pures Button-Smashing. Der Nostalgie-Faktor und der unterhaltsame Zwei-Spieler-Modus machen jedoch einiges wieder wett. Besonderes Gusto-Stückerl für Fans: Als Bonus haben die Macher die beiden alten Versionen "Rampage" und "Rampage World Tour" mit auf den Silberling gepackt.
Plattform: PS2 (getestet), GameCube
Publisher: Midway
Krone.at-Wertung: 70% (80% für Nostalgiker)
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