Mi, 22. August 2018

Kooperation mit NSA

18.08.2015 08:52

Spähvorwurf: UNO verlangt von AT&T Erklärungen

Nach den Enthüllungen über die enge Zusammenarbeit des US-Telekommunikationskonzerns AT&T mit dem US-Geheimdienst NSA bei der massenhaften Ausspähung von E-Mails verlangt die UNO von dem Konzern, der ihr Telekommunikationsanbieter ist, Erklärungen. "Es wird Kontakte mit AT&T geben", sagte UN-Sprecherin Vannina Maestracci am Montag in New York.

"Die Unverletzlichkeit der Vereinten Nationen ist im internationalen Recht gut begründet und wir erwarten von den Mitgliedstaaten, sich entsprechend zu verhalten und diese Unverletzlichkeit zu schützen", fügte sie hinzu.

Die "New York Times" und die Rechercheorganisation ProPublica hatten am Samstag unter Berufung auf Dokumente des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden berichtet, AT&T habe der NSA "bereitwillig" Zugang zu Milliarden E-Mails gewährt. Demnach verschaffte der US-Konzern dem Geheimdienst von 2011 an auch Zugriff auf die Daten von täglich 1,1 Milliarden Handygesprächen.

Unklar ist allerdings, ob die Programme heute noch laufen. Die Dokumente Snowdens stammen aus den Jahren 2003 bis 2013. Laut Maestracci versicherten die USA, dass sie die UN-Kommunikation nicht ausforschen. AT&T betonte indes, keine Kommunikationsdaten ohne richterlichen Beschluss herauszugeben, außer wenn Gefahr in Verzug sei.

Den Berichten zufolge erfolgte die Überwachung der Kommunikation der Vereinten Nationen auf Anweisung des geheimen Sondergerichts Foreign Intelligence Surveillance Court.

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