„Ich möchte heute an das Schicksal der Frauen, die verschwunden sind, Frauen die ermordet worden sind, erinnern“, sagte Lessing, deren Großmutter in Auschwitz vergast wurde. Die Leiden Millionen weiblicher Opfer seien lange Zeit nicht angemessen thematisiert und die Rolle von Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus Jahre lang unterbewertet worden. In den meisten Gedenkstätten sei für das Gedenken an viele Frauen kein Platz gewesen.
Die Generalsekretärin erinnerte weiters an die Qualen, die die Frauen erleiden mussten, wie Zwangssterilisation oder Prostitution im KZ. Viele Widerstandskämpferinnen seien nur vereinzelt und erst sehr spät in den Genuss von Ehrungen oder Entschädigungen gekommen.
An der Gedenkfeier nahmen zahlreiche Überlebende und internationale Delegationen teil. Hochrangige Vertreter der Kirchen und Politiker - an ihrer Spitze Bundespräsident Fischer, die zweite Nationalratspräsidentin Prammer, Innenministerin Prokop und Oberösterreichs Landeshauptmann Pühringer - wohnten der Veranstaltung bei.
Die Nationalsozialisten hielten im KZ Mauthausen und seinen Nebenlagern rund 200.000 Menschen aus der ganzen Welt unter schlimmsten Bedingungen gefangen. Etwa die Hälfte von ihnen überlebte diese Vernichtungsmaschinerie nicht. Neben tausenden Frauen befanden sich im März 1945 in Mauthausen 15.000 namentlich registrierte Kinder und Jugendliche.










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