Di, 21. August 2018

Comeback

18.04.2006 17:06

Lara Croft Tomb Raider: Legend

Ob als Angelina Jolie, Karima Adebibe oder eben als virtuelle Erscheinung: Lara Croft macht immer eine gute Figur. Nach langem Warten meldet sich die Videospiel-Ikone nun endlich in "Lara Croft Tomb Raider: Legend" wieder mit neuen Abenteuern zurück.

In ihrem nunmehr siebten Abenteuer kehrt die attraktive und durchtrainierte Britin zu ihren archäologischen Wurzeln zurück. Alles beginnt in Bolivien, wo Lara auf der Suche nach einem alten und äußerst mächtigen Artefakt ist. Leider ist sie bei dieser Suche nicht allein. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, bei dem Lara nicht nur um die halbe Welt reisen muss, sondern auch wieder jede Menge akrobatische Höchstleistungen und Denksportaufgaben zu bewältigen hat.

Lara hat ihre virtuelle Abwesenheit intensiv genutzt zu haben und entpuppt sich als echtes Bewegungstalent. Ihr Lehrmeister scheint ein Prinz aus Persien gewesen zu sein, der Lara in die Kunst des Kletterns, Springens und Reck-Turnens eingewiesen hat. So ergreift die Heldin Felsvorsprünge, springt über meterhohe Abgründe, schwingt an Seilen oder turnt eindrucksvoll an allerlei Balken oder Ästen . Immer wieder droht dabei Gefahr von herabfallenden Steinen oder von spitzen Stacheln auf dem Boden, die nur auf einen Fehler von Lara warten. Darüber hinaus ist Lara eine echte Wasserratte, die auch unter Wasser eine gute Figur macht.

Wenn all die Akrobatik nichts mehr hilft, dann greift Lady Croft gerne auf ihre Handfeuerwaffen zurück. Pistolen und Maschinengewehre müssen jedoch nicht nur gegen Gegner, Tiger oder mythische Kreaturen, sondern auch zur Bewältigung von Rätseln eingesetzt werden. Sich im Weg befindende Steinsäulen können so einfach aus dem Weg geschossen werden. Ebenfalls im Handgepäck von Lara: Eine Taschenlampe und ein Magnethaken. Per Knopfdruck kann dieser auf metallische Gegenstände geschleudert werden, um sich dann beispielsweise über einen Abgrund zu schwingen oder einen Gegenstand zu sich heranzuziehen.

Die Suche nach dem Artefakt führt Lara nicht nur um die halbe Welt (Bolivien, Ghana, Japan oder Kasachstan), sondern konfrontiert sie auch immer wieder mit echten Rätselnüssen. Allerlei Türen wollen geöffnet, Schalter ein- und Fallen ausgeschaltet werden. Nach einer Ewigkeit des Herumprobierens muss man jedoch häufig feststellen, dass viele Aufgaben leichter zu lösen sind als zuerst angenommen. Für die eigene Unzulänglichkeit kann das Spiel allerdings auch nichts. Am Ende eines jeden Levels wartet dann ein Boss-Gegner, der mit List und Tücke besiegt werden will. Als Belohnung für den Sieg gibt es dann diverse Extras, wie neue Kostüme, Waffen oder auch Konzeptgrafiken.

Zwischen all der Akrobatik, dem Rätsel-Knacken und den Schiessereien gibt es auch immer wieder kleine Mini-Games à la "Fahrenheit", die unverhofft über einen hereinbrechen und blitzschnelle Reaktionen abverlangen. In solchen Momenten ist Frust vorprogrammiert, allerdings lassen sich nach wenigen Versuchen auch diese Aufgaben meistern. Hin und wieder steigt Lara auch auf ein Motorrad und liefert sich heiße Verfolgungsjagden. Diese Level sorgen zwar für Abwechslung, das Fahrverhalten kann jedoch nicht ganz überzeugen. Zudem sind diese Missionen zu lang und vergleichsweise monoton gestaltet.

Alles andere als monoton ist hingegen die grafische Pracht von "Tomb Raider: Legend". Die verschiedenen Welten und Laras Bewegungen wurden nicht nur äußerst stimmungsvoll, sondern vor allem sehr detailliert eingefangen. Beim Ergreifen von Felsvorsprüngen bröckeln kleine Steine in die Tiefe hinab, Lara trocknet nach dem Baden langsam vor sich hin und in kalten Gegenden steigen kleine Atemwölkchen auf. Eher seltsam muten allerdings oftmals die Gesichter anderer Charaktere an, die sehr klobig und puppenhaft daherkommen. Untermalt wird die ansonsten opulente Grafik von einer sehr gelungenen Musik, die sich wunderbar dem Geschehen des Spiels anpasst. Die Original-Synchronstimme von Lara sorgt für zusätzliche Atmosphäre.

In Sachen Gameplay lässt "Tomb Raider: Legend" keine Wünsche offen. Die Bewegungen gehen einfach und intuitiv von der Hand, lediglich besagte Mini-Games können für den einen oder anderen Frust-Moment sorgen. Frustrierend ist mitunter auch die Kamera, die manchmal einfach nicht so richtig Folge leisten will.

Fazit: "Lara Croft Tomb Raider: Legend" bietet einen überaus gelungenen Mix aus Action, Geschicklichkeit und Rätseln. Wunderschöne Grafik, gelungene Musik und forderndes Gameplay belegen eindrucksvoll, dass Lara Crofts Comeback gelungen ist.

Plattform: Xbox 360 (getestet), Xbox, PS2, PC
Publisher: Eidos
Krone.at-Wertung: 85%


von Sebastian Räuchle

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