Aus Italien

Betriebe drängen nach Kärnten

Kärnten
10.05.2015 19:29
Die Wirtschaftskrise hat Italien ebenfalls hart getroffen. Im Vorjahr gab es ein Nullwachstum – und auch das erste Quartal 2015 hat recht verhalten begonnen. Die schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen sowie hohe Steuern und ein instabiles Rechtssystem lassen viele italienische Unternehmen nach Kärnten abwandern.

Die Weltausstellung in Mailand rückt Italien in den nächsten sechs Monaten in den Fokus des weltweiten Interesses. Weniger Beachtung fand hingegen die "Plast 2015" – eine Messe für Kunststoff- und Plastikunternehmen, die parallel zur EXPO stattgefunden hat. Mit dem Kunststoffrecycler Kruschitz sowie Entwicklungsagentur Kärnten (EAK) war Kärnten auf dieser Fachschau vertreten. Die EAK warb dabei für den Standort Kärnten.

"In den vergangenen Jahren drängen immer mehr italienische Unternehmen nach Kärnten", erklärt Sabrina Schütz-Oberländer von der EAK. Dabei habe sich die Nachfrage aus dem Nachbarland beinahe verdoppelt.

Im Vorjahr konnten nach Angaben der EAK insgesamt 31 Ansiedlungsprojekte umgesetzt werden. 25 Betriebe stammten aus Italien. Und derzeit werden bei der Entwicklungsagentur gleich 80 Anfragen von Unternehmen aus unserem Nachbarland bearbeitet. "Neben steuerlichen und rechtlichen Aspekten sind auch die schnelleren Behördenwege ganz wichtige Gründe für die Betriebe, sich in Kärnten anzusiedeln", erklärt Schütz-Oberländer.

Ein Beispiel für die erfolgreiche Ansiedelung ist die Firma Europlast in Oberkärnten. Sie ist ein Tochterunternehmen der italienischen "Jcoplastic"-Gruppe aus Battipaglia.

Die EAK will auch die Weltausstellung und den österreichischen Pavillon in Mailand nutzen, um weitere Unternehmen anzusprechen. Dazu wird man an Aktionstagen teilnehmen.

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