"Je genauer man die Anliegen der Menschen kennt, desto effizienter kann man sie unterstützen", so Ingeborg Slamanig und Ferdinand Velik von der Initiative Zukunft Görtschitztal, die – auf eigene Kosten – Tausende Fragebögen an Haushalte im Tal versandte. 364 davon wurden beantwortet.
Die Ergebnisse im Detail:
Das Krisenmanagement der Politik: Für 52 Prozent der Befragten hätten die politisch Verantwortlichen nicht richtig gehandelt. Für weitere 44 Prozent wurde zu spät gehandelt. Bescheiden ist auch das Vertrauen in die Aussagen der öffentlichen Hand: Dieses wird mehrheitlich als gering (63%) oder eher gering (30%) erachtet, während das Vertrauen in unabhängige Experten von 64 Prozent der Befragten als hoch bzw. eher hoch angegeben wird.
Die Sorgen durch HCB: Exakt 70 Prozent der Befragten geben an, dass sie konkrete Ängste durch HCB empfinden. Diese betreffen in erster Linie die Gesundheit der Kinder und Enkel, gefolgt von der Angst um die Tiere und die eigene Gesundheit.
Das Zementwerk in Wietersdorf: 78 Prozent der Befragten geben an, über den Einsatz von Kunststoffen bereits informiert zu sein. Gleich 90% wollen aber die Emissionen stärker thematisiert wissen, 68 Prozent fühlen sich durch sie gefährdet.
Der Blick in die Zukunft: In Summe können sich mehr als 80 Prozent eine positive Zukunft des Görtschitztales vorstellen. Wobei das Vertrauen in bäuerliche Produkte (79 Prozent) bedeutend höher eingeschätzt wird als in Industriebetriebe (40 %).
Der Ruf nach Kontrolle: Die Idee der Installierung eines Umweltforschungszentrums im Tal halten 81 Prozent der Befragten für wichtig.
Bei einer Bürgerversammlung in Eberstein wurden die Ergebnisse am Donnerstagabend diskutiert. Sie sollen als Basis für die Aufbauarbeit im Görtschitztal dienen.
Weitere Infos liefert die Webseite www.goertschitztal.at
Auch Servus TV wird am Freitagabend um 18.30 in "Servus Krone" über die Bürgerinitiative im Görtschitztal berichten.
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