Mehr als 20 illegale Lager hat die Bergwacht alleine in Klagenfurt "geräumt" – einige davon bereits mehrfach. Sogar spezielle Anleitungen zum richtigen Betteln wurden gefunden. "Hier werden die Ärmsten ausgenutzt", so Bergwächter Peter Cech, denn die vorwiegend aus Rumänien stammenden Bettler müssen das Geld abgeben.
Viele interessante Erkenntnisse haben Bergwacht und Ordnungsamt über das organisierte Betteln bereits gesammelt. Zentraler Punkt ist in Kärnten der Klagenfurter Hauptbahnhof, von wo aus die Betteltouren in die Bezirksstädte starten. Außerdem sind die Bettler im Durchschnitt zwei Monate im Land, bevor sie von den "Bossen" abgeholt und ersetzt werden. Genächtigt wird in leerstehenden Gebäuden oder in der freien Landschaft, Unrat und Fäkalien bleiben zurück.
Die Plätze, wo Lager errichtet werden können, werden zuvor genauestens ausgekundschaftet. "Im Freien wird etwa darauf geachtet, dass ein Supermarkt und ein Bach in der Nähe ist", so Cech. Die Stadtpolitik ist gefordert, doch Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz war zu keiner Stellungnahme bereit. In Salzburg, wo es ähnliche Probleme gibt, wird bereits an einem Bettelverbot gearbeitet.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.