Auf 2300 Quadratmetern

Großer Zubau: Grazer Justiz bekommt mehr Platz

Steiermark
05.11.2026 17:09

Die Justiz platzt aus allen Nähten. Helfen soll eine 2300-Quadratmeter-Erweiterung des Straflandesgerichts und der Staatsanwaltschaft Graz. Am Donnerstag erfolgte der Spatenstich mit Bundesministerin Anna Sporrer.

Die Erweiterung zaubert zwar keine zusätzlichen Juristen her, sie verbessert aber die Arbeitsbedingungen für das bestehende Personal: Das Straflandesgericht sowie die Staatsanwaltschaft Graz werden um einen 2300 Quadratmeter großen Zubau vergrößert. 13,7 Millionen Euro werden dafür in die Hand genommen.

Für den Spatenstich reiste am Donnerstag sogar Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) aus Wien an. „Die Anforderungen an die Justiz steigen“, sagt sie. Die Akten stapeln sich – und die Fälle werden komplexer. Seit 2009 wurde an dem Vorhaben gefeilt, um „moderne, offene und nachhaltige Räume“ zu schaffen. Jetzt geht das Projekt in Umsetzung.

So soll der Zubau aussehen – barrierefrei und mit PV am Dach.
So soll der Zubau aussehen – barrierefrei und mit PV am Dach.(Bild: niklas mohr architekten)

Christine Dornaus von der BIG (Eigentümerin der Gebäude) stimmt ihr zu: „Sicherheit gewinnt an Bedeutung, und wir wollen den Raum dafür schaffen. Ich bin überzeugt, dass sich der Raum darauf auswirkt, was drinnen passiert.“

Fertigstellung bis 2028
Die Gemäuer in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße blicken auf eine 130-jährige Geschichte zurück. Hier wurden viele große Prozesse – etwa rund um Jack Unterweger oder Franz Fuchs – geführt. Der Herausforderung: Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, weshalb die Altstadtkommission eingebunden wurde. Bis 2028 soll die Erweiterung fertiggestellt sein.

Entstehen werden zwei neue Verhandlungssäle sowie ein zweiter Schwurgerichtssaal. Der jetzige stößt bereits an seine Auslastungsgrenzen. Zudem werden Büroräume gebaut, in denen vor allem Bedienstete der Staatsanwaltschaft unterkommen sollen. „Ein wichtiger Schritt für das Personal und letztlich auch für die Bevölkerung“, meint Michael Schwanda, Präsident des Oberlandesgerichts Graz. Ein Ausgleich für das fehlende Personal? Natürlich nicht. „Das wäre der nächste Schritt“, sagt Schwanda.

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