Wer auf Schneefälle in den Tiroler Bergen hofft, bleibt weiter enttäuscht zurück. Nächste Woche wird es sogar frühlingshaft. Erst in rund zehn Tagen könnte es in Lagen ab 1500 Meter spürbar schneien.
Die Gletscherskigebiete haben zwar geöffnet, doch ohne Kunstschnee ginge derzeit sogar in Höhen um die 3000 Meter und darüber nichts in Sachen Skifahren. Daran wird sich auch in den nächsten zehn Tagen nichts ändern.
Nur schwache Kaltfront
„Große Neuschneemengen sind aktuell nicht in Sicht“, bedauert Meteorologe Konstantin Brandes vom Wetterdienst UBIMET. Von Freitag auf Samstag der laufenden Woche ziehe zwar eine schwache Kaltfront ins Land, Schnee habe sie aber fast nicht im Gepäck.
Es bleibt vorerst bei etwas weißer Kosmetik
Lediglich ein bisschen Kosmetik in Höhen von über 1500 Metern sei drinnen. Mehr als anzuckern ginge sich laut Brandes nicht aus.
Temperaturen schnellen in Höhe
Erschwerend kommt dazu, dass die Temperaturen in der kommenden Woche nicht sinken, sondern in die Höhe schnellen. Denn ab Dienstag wird es in Tirol wohl frühlingshaft warm. „Beispielsweise im Unterinntal kann es sogar bis zu 18 oder 19 Plusgrade geben“, prognostiziert Meteorologe Brandes. Die lassen Träume auf frühwinterlich verschneite Berge jäh platzen.
Ab nächstem Dienstag steigen die Temperaturen in Tirol deutlich. Etwa im Unterinntal sind bis zu 19 Plusgrade drin.

Konstantin Brandes, Meteorologe Wetterdienst UBIMET
Bild: Andreas Scheiblecker, +43/650.60
Besser könnte es hingegen zum Ende der nächsten Woche hin ausschauen, wenngleich die Vorhersagen noch etwas wackelig ausfallen. „Am Samstag könnte die nächste markante Kaltfront eintreffen“, sagt der Experte. Die Hochtäler könnten dann durchaus weiß werden.
Ungewöhnliche Situation
Kaum Schnee auf den Tiroler Bergen ist, verglichen mit dem langjährigen Klimamittel, ungewöhnlich. Denn nach dem Klimamittel hätte es schon Ende September in hohen Lagen wie etwa Obergurgl Schnee geben müssen. Heuer war dies hingegen erst vor rund zwei Wochen der Fall, schildert Brandes.
In Innsbruck ganz normal
Für tiefe Lagen sei das Ausbleiben von Schnee freilich statistisch gesehen im Rahmen. Denn nach dem langjährigen Mittel müsste Frau Holle erst ab 20. November etwa in Innsbruck aktiv werden.
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