"Wir hoffen, die Täter haben das Spezialgerät noch nicht zerstört", ist Vater Erwin Umgeher aus Ebenau verzweifelt. Denn er weiß: Ohne die Hörhilfe ist der Alltag für seinen Sprößling besonders schwer zu bewältigen.
Von Geburt an ist Daniel taub, trägt trotz einer frühen Operation seit sieben Jahren das spezielle Hörgerät der Marke Neuroth-Kocher. "Es sendet Impulse über den Gehörgang zu einem Implantat im Kopf", erklärt der Vater. Deshalb ist das Gerät nicht billig, kostet stolze 35.000 Euro. "Daniel passt darauf gut auf. Darum hat er es zum Schwimmen herunter getan und im Rucksack verpackt", schildert der Tapezierer.
Den blauen Rucksack ließ Daniel nur einen kurzen Moment unbeaufsichtigt, als er sich in der Kabine die Hose und die Schuhe ausgezogen hatte. Und plötzlich war der Rucksack weg...
"Wir suchten sofort die gesamte Umgebung ab, haben aber nichts gefunden", sagt Umgeher. Das große Problem: "Ein weiteres Gerät wird durch die Krankenkasse nicht bezahlt, ein Versicherungsschutz besteht nicht", erklärt Kriminalist Rudolf Feichtinger. "Wir können nicht einfach ein neues Gerät kaufen", sagt der dreifache Familienvater.
Und auf Daniel, der in die vierte Klasse der Integrationsschule an der Guggenmosstraße besucht, kommen ohne seine Hörhilfe große Probleme zu. "Er kann sich nur über die Gebärdensprache verständigen", sagt Papa Erwin. "Jetzt kann er nicht einmal mehr am Computer spielen", erzählt Bruder Dominik. Das ist nämlich Daniels allerliebstes Hobby...
Der Vater hofft nun, dass die Täter das Gerät zurück geben oder gefasst werden: "Es gibt nämlich ein Videoband aus der Überwachungskamera des Hallenbades!"
Text: Max Grill, Kronen Zeitung
Symbolbild
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