Die Grünen orten bei Schwarz-Blau falsche Prioritätensetzung und fordern mehr Wasserrückhalt im Land. Beim Wassermanagement müsse man im weiten Land vom Reagieren stärker ins Vorsorgen kommen.
„Schwarz-blau muss mehr Wasser in Feld und Flur fließen lassen, statt Geld in Asphalt zu pumpen“, fordert die NÖ-Grünen-Chefin Helga Krismer unmissverständlich! Die heurige Erntebilanz ist in der Tat alarmierend: Bei Soja rund 50 Prozent Ernteausfall, bei Sonnenblumen etwa 36 Prozent. Auch die Weinernte ist regional um bis zu 30 Prozent geschrumpft. Besonders hart trifft es – wie berichtet – wasserintensive Kulturen wie Erdäpfel. Für viele heimische Bauern wird die Dürre damit zur Existenzfrage – und für Konsumenten könnten heimische Lebensmittel knapper und teurer werden.
Fünfmal so viel Geld für Straßen
„Der Grüne-Bericht 2025 ist angesichts von Hitze und Dürre in diesem Sommer schon Schnee von gestern“, so Krismer. Gerade beim Ackerland müsse die Förderpolitik stärker auf jene Probleme reagieren, die auf den Feldern längst Realität sind. Ein Blick auf die Förderzahlen sorgt dabei für Verwunderung: 2025 flossen 16,4 Millionen Euro in die ländliche Verkehrsinfrastruktur, aber nur 3,2 Millionen Euro in überbetriebliche Bewässerungsinfrastruktur. Für kleinräumigen Wasserrückhalt – etwa durch Mulden und Gräben – waren nur 248.000 Euro vorgesehen. Damit wurde mehr als fünfmal so viel Geld für Straßen als für überbetriebliche Bewässerung bereitgestellt.
Regionale Wassermanagementpläne und mehr
Krismer fordert deshalb einen radikalen Kurswechsel: „Wir müssen jeden einzelnen Regentropfen in der Region halten. Denn die Spiegel sind immer noch erschreckend niedrig.“ Regionale Wassermanagementpläne, mehr Unterstützung für Rückhalteflächen, Feuchtbiotope und Erosionsschutz sowie eine stärkere Förderung ökologischer Bewirtschaftung sollen NÖ-Landwirtschaft widerstandsfähiger machen. Denn das Wasser wird für die Bauern zur Zukunftsfrage.
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