Karikatur-Streit

Papst ruft zum Respekt vor Religionen auf

Ausland
20.02.2006 14:34
Erstmals hat sich Papst Benedikt XVI. in den Streit um die Mohammed-Karikaturen eingeschaltet. Er rief am Montag zur Mäßigung und zur Achtung der "Religionen und ihrer Symbole" auf. Es sei "notwendig und dringend, dass die Religionen und ihre Symbole respektiert" würden, sagte der Papst nach einem Treffen mit dem marokkanischen Botschafter Ali Achour im Vatikan in Rom.

Gläubige dürften nicht Ziele "verletzender Provokationen" ihrer religiösen Gefühle sein. "Intoleranz und Gewalt lassen sich niemals als Antwort auf Kränkungen rechtfertigen, weil sie nicht mit den heiligen Grundsätzen der Religion vereinbar sind", sagte Benedikt XVI. Er kritisierte diejenigen, die Nutzen aus den gewalttätigen Protesten zögen.

Bei gewalttätigen Demonstrationen in islamischen Staaten gegen die Karikaturen des Propheten Mohammed kamen in den vergangenen Wochen zahlreiche Menschen ums Leben. In Nigeria starben am Wochenende mindestens 16 Menschen bei Protesten. Bereits am Freitag wurden in Libyen elf Menschen getötet. In Pakistan setzten aufgebrachte Moslems zwei christliche Kirchen in Brand.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
20.02.2006 14:34
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung