Pizzera & Jaus waren am Samstag in Kitzbühel ganz in ihrem Element. Das erfolgreiche Duo sorgte für große Emotionen und Überraschungseffekte. Kurz zuvor nahmen sich Paul Pizzera und Otto Jaus Zeit für ein „Krone“-Interview – und gaben eine Prophezeiung ab, die sich bewahrheitete.
Den gesamten Tag über waren Paul Pizzera und Otto Jaus im Tennisstadion umtriebig: Sie bezogen den Backstage-Bereich, führten den Soundcheck durch, gaben Interviews und nahmen sich auch Zeit für ein „Meet & Greet“ mit Fans, die im Vorhinein verlost wurden – zum Beispiel durch die „Krone“.
„Wir verfolgen ihren Werdegang seit Jahren und waren schon auf vielen Konzerten. Dass wir sie tatsächlich hautnah erleben dürfen, ist unfassbar cool. Sie sind total bodenständig, einfach ganz normal“, lautete der Tenor der Gewinner. Pizzera & Jaus quatschten nicht nur mit ihnen, sondern erfüllten ihnen auch Autogrammkarten- sowie Selfiewünsche. Und: Sie nahmen sogar Videobotschaften für die Familienmitglieder Zuhause auf – echte Fanliebe eben.
Nachdem zunächst Cosmó und Ina Regen den Fans eingeheizt hatten, betraten Pizzera & Jaus zum Intro von Eminems „Lose Yourself“ die Bühne. „Wir wissen, dass das Leben momentan fordernd und verängstigend ist, aber wir sind heute hier, damit wir den Wahnsinn für einen Abend vergessen können“, sagte das Duo und stimmte ihren Song „Liebe zum Mitnehmen“ an. Tosender Applaus folgte.
„Das wird super“ belebte die Show
Und dann war’s ein regelrechter Selbstläufer! Das Duo brachte all seine bekannten Lieder auf die Bühne – in altbekannter rockiger, aber auch uriger Manier – und teils mit Unterstützung der A-Cappella-Band „Das wird super“, die der zweistündigen Show das Sahnehäubchen aufsetzte.
Für einen ersten Überraschungseffekt sorgten Pizzera & Jaus, als sie plötzlich von der Hauptbühne durch die Fans zu einer kleinen Bühne im Stadion wechselten – um dort einige ruhigere Lieder anzustimmen, wie zum Beispiel „Jedermann“ oder „Mama“. Einen weiteren besonderen Moment gab es, als sie die kleine Julia auf die Bühne holten. Laut Plakat wollte das Mädchen unbedingt mit den beiden „Eine ins Leben“ singen – gesagt, getan.
„Das zeigt uns, dass wir wachsamer sein müssen“
Kurz vor Konzertende verstummte das Stadion plötzlich für wenige Sekunden – und zwar als Paul Pizzera über die „schrecklichen Frauenmorde“ in den vergangenen Tagen in Österreich sprach: „Das zeigt uns, dass wir noch mehr hinschauen sowie wachsamer sein müssen. Und dass sich all jene Männer, die Hilfe benötigen, sich diese auch unbedingt holen müssen.“
Im „Krone“-Interview direkt nach dem Soundcheck – sie unten – und somit wenige Stunden vor der Show hatten Pizzera & Jaus vorausgesagt, dass der Abend „magisch“ werden wird – und sie behielten recht.
„Krone“: Wie geht es Ihnen?
Otto Jaus: Müde, aber traumhaft gut – danke.
Paul Pizzera: Wir sind voller Freude, dass wir heute hier vor dieser Kulisse zum ersten Mal spielen und zugleich auch noch unsere Tour beenden dürfen. Das Tennisstadion schaut so imposant aus, es wird magisch werden. Das hat Vibes wie im Video zum Song ,Thunderstruck’ von AC/DC. Da wird bestimmt sehr viel vom Publikum zurückkommen.
Sie reihen sich somit nun in die Riege vieler Stars ein, die bereits in Kitzbühel auf der Bühne gestanden sind. Was ist das Besondere hier?
Jaus: Es ist ein Ritterschlag, hier in Kitzbühel auftreten zu dürfen. Man stellt sich allein schon beim Soundcheck auf die Bühne und weiß, dass es etwas Besonderes wird. Natürlich ist die Stadt an sich ein unfassbar schönes Fleckerl auf dieser Erde, aber die Energie, die im Tennisstadion durch diesen Kessel erschaffen werden kann, ist einzigartig. Das funktioniert so wirklich nur hier in der Gamsstadt.
Sie stehen seit Monaten auf der Bühne. Lief die „Jetzt kummst ma auf de Tour“ gut?
Pizzera: Ja, sogar großartig, von uns aus könnte es noch weitergehen. Aber es hilft nichts, neue Projekte stehen vor der Tür und müssen angegangen werden.
Bleibt keine Zeit für Sommer, Sonne, Strand, Meer?
Jaus: Ja doch, ich gönne mir jetzt dann eine rund zweiwöchige Auszeit auf Sardinien. Paul ,haggelt’ wie ein Wahnsinniger weiter.
Pizzera: Ich habe dafür dann über Silvester ein paar Tage Zeit für mich.
Welche Projekte sind in der nächsten Zeit geplant?
Pizzera: Ab Ende Oktober gehen wir mit der Band ,Folkshilfe’ einen Monat auf Tour. Sie heißt: „Tour ma uns zamm!’ Am 25. November geben wir auch ein Gastspiel in Tirol – und zwar im Congress in Innsbruck.
Jaus: Und im September 2027 bringen wir ein neues Album heraus.
Pizzera: Eine neue Single steht bereits in den Startlöchern. Aber unser aktueller Song ,Klesch Koids Bier’, den es seit Mai gibt, rennt noch irrsinnig gut. Daher warten wir mit dem neuen Lied noch ein wenig ab. Aber man darf natürlich schon sehr gespannt sein.
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