Das Sozial-Pädagogische Zentrum des Landes wird abgerissen und neu gebaut. Das soll die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Entwicklungsstörungen verbessern. Einrichtungen vom Institut für Heilpädagogik bis zu einer Primärversorgungseinheit ziehen ein. Das Land lässt sich das „Therapie-Zentrum“ 60 Millionen Euro kosten.
Einrichtungsleiterin Petra Wörthner schildert, dass das Team in dem Haus an der Kleßheimer Allee, das aus den 1950er-Jahren stammt, schon seit Jahren an Grenzen stößt: „Wir kümmern uns um Kinder mit ganz speziellen Bedürfnissen. Das ist es vor allem mit der Lichtsituation schwierig.“
Jetzt kommt ein Neubau. Das Salzburger Architekturbüro „Schwarzenbacher Struber“ hat den Zuschlag bekommen. Einziehen werden das Institut für Heilpädagogik, das Ambulatorium Am Ball (derzeit am Gelände der Gehörlosenschule), Mutter-Kind-Stellen sowie eine Primärversorgung für Kinder und Jugendliche. „Wir holen die ärztliche Versorgung mit herein und wollen, dass es hier kurze Wege für die betroffenen Familien gibt“, heißt es.
Es wird ein funktionales Gebäude mit Grün auf allen Ebenen.
Christian Struber, Architekt
Der Andrang ist jedenfalls groß: Im Institut für Heilpädagogik lag die Wartezeit schon bei einem Jahr, aktuell werden betroffene Familien rund neun Monate lang vertröstet. 50 Anmeldungen gab es allein im September. Die Kapazitäten wollen im Neubau erhöht werden.
Schmerzlich: Das Tagesheim für Kleinkinder, die am Standort behandelt werden, wird mit Beginn des Kindergartenjahres 2027/28 geschlossen. Laut Land gab es dafür zu wenig Bedarf. Die Stadt will die Plätze in städtischen Kindergärten integrieren. Das Land übersiedelt zwei Plätze für Kinder mit speziellem Bedarf ins Landeszentrum für Hör- und Sehbildung. Mitarbeiter werden auf Wunsch in Landeseinrichtungen übernommen.
Vorarbeiten und der behördliche Genehmigungsprozess starteten bereits. Im Frühjahr 2028 soll das alte Gebäude abgerissen werden und der Neubau am Standort starten.
Die Einrichtungen übersiedeln während der Bauphase an die Aigner Straße. Die 40,8 Millionen Euro Projektkosten sind beim Land schon seit Jahren reserviert. Der Bund unterstützt mit 18,8 Millionen Euro. „Es ist immer schwer, derartige Projekte in Zeiten eines knappen Budgets umzusetzen. Hier müssen wir aber reagieren. Es gibt dazu eine Regierungsübereinkunft“, betont Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP). Geht alles nach Wunsch der Planer, wird 2030 eröffnet.
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