Das Europäische Forum Alpbach (EFA) im Tiroler Bergdorf ist eröffnet. „Wie kann unser Kontinent wieder gewinnen?“ – so lautet die Hauptfrage beim heurigen Denker-Treff. Manche Empfänge sind auch für Zaungäste zu erleben.
Erwartungsfrohe junge Menschen samt Koffern im Linienbus von Brixlegg nach Alpbach verdeutlichten dieser Tage: Im Unterländer Bergdorf ist wieder Forum-Zeit.
700 junge Köpfe aus 63 Nationen verbinden – im besten Fall – Diskussionen zum Generalthema „How Europe Wins“ mit dem gegenseitigen Austausch, der oft lange Abende und Nächte inkludiert. Rund zehnmal so viele Bewerber hatte es gegeben. Insgesamt werden rund 4000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet.
Europas Stärken – und was uns fehlt
Forum-Präsident Othmar Karas gab im Vorfeld des heurigen Treffens (24. August bis 4. September) zu bedenken: „Europa steht in einem Wettbewerb, den niemand allein gewinnen kann. Wir haben enormes Wissen, wirtschaftliche Kraft und eine kulturelle Vielfalt. Was uns oftmals fehlt, sind die gemeinsame Richtung und der Wille zur Tat.“
Endlich Raum und Zeit für Diskussionen
Die Qualität von Alpbach liegt für den EFA-Präsidenten im Raum und der Zeit, die sich hier in zwei Wochen den Teilnehmenden auftun. „Es gibt ausreichend Gelegenheiten, sich miteinander auseinanderzusetzen, um sich dann lösungsorientiert auch wieder zusammensetzen zu können. Unerwartete Resultate und unangenehme Wahrheiten gehören dabei dazu.“
Wir haben enormes Wissen, wirtschaftliche Kraft und eine kulturelle Vielfalt. Was uns oftmals fehlt, sind die gemeinsame Richtung und der Wille zur Tat.

Forum-Präsident Othmar Karas
Bild: orf.on (Screenshot)
Bergisel, Gletscher und dann ins Dorf der Denker
Ein Höhepunkt ist das Aufeinandertreffen von sechs Staatsoberhäuptern: Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat seine Amtskollegen aus Liechtenstein, Belgien, Deutschland, Luxemburg und der Schweiz nach Tirol geladen. Am 1. September stehen der Bergisel, der Stubaier Gletscher mit dem Schaufeljoch (3210 Meter) und ein Landesüblicher Empfang vor der Innsbrucker Hofburg am Programm.
Tags darauf werden die Staatschefs in Alpbach ein Treffen mit den jungen Stipendiaten absolvieren. Tipp für Zaungäste: Die Begrüßung in Alpbach ist für 10 Uhr anberaumt.
Mitverfolgen können Interessierte auch den Empfang anlässlich der „Euregio Days“. Dieser findet bereits am 30. August (9 Uhr Messe; 10 Uhr Ansprachen, Musik und Schützen) auf dem Dorfplatz statt. Bei den „Euregio Days“ geht es um die Kooperation von Tirol, Südtirol und Trentino.
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