"Aggressive Praktik"

Zulieferer GT wirft Apple “Lockvogel”-Stategie vor

Elektronik
10.11.2014 08:56
Der insolvente Apple-Zulieferer GT Advanced Technologies hat sich vor einem US-Konkursgericht über aggressive Geschäftspraktiken des iPhone-Herstellers beklagt. Apple habe die ursprüngliche Vereinbarung mit dem Produzenten von Saphirglas später massiv zu dessen Ungunsten abgeändert, erklärte der operative Vorstand von GT, Daniel Squiller.

In am Freitag veröffentlichten Unterlagen sprach Squiller von einer "klassischen Lockvogel-Strategie". Sein Unternehmen habe zu diesem Zeitpunkt keine Möglichkeit mehr gehabt, sich nach anderen Kunden umzuschauen. Apple wies die Vorwürfe in einem weiteren Schriftstück als "skandalös und diffamierend" zurück.

Überraschend Konkurs angemeldet
GT hatte Anfang Oktober überraschend Konkurs angemeldet. Eigentlich sollte die Firma Saphirglas exklusiv für den kalifornischen Konzern herstellen, der die Bauteile etwa für iPhones hätte verwenden können.

Zwar haben sich die beiden Unternehmen inzwischen auf ein Ende ihrer Geschäftsbeziehung geeinigt und Vertraulichkeit vereinbart. Der für den GT-Konkurs zuständige Richter lehnte jedoch einen Antrag ab, die Gerichtdokumente unter Verschluss zu halten.

Zum Schweigen verpflichtet
Apple hält allgemein geheim, wie die eigenen Produkte entstehen und woher die Bauteile kommen. Viele Zulieferer müssen Schweigeverpflichtungen unterschreiben.

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