Jetzt droht Absturz

NASAs spektakuläre Weltraum-Rettung gescheitert

Wissen
21.08.2026 22:40
Porträt von krone.at
Von krone.at

Eine spektakuläre Rettungsmission der NASA ist gescheitert: Das unbemannte Schleppraumschiff „Link“ kann den Forschungssatelliten „Swift“ nicht wie geplant zurück in seine ursprüngliche Umlaufbahn bringen. Grund ist laut US-Raumfahrtbehörde ein Problem mit der Steuerung von „Link“. Der Rettungsversuch wird deshalb aufgegeben – für Forschungszwecke soll sich das Raumschiff dem Satelliten aber trotzdem noch nähern.

„Das ist nicht das Ergebnis, auf das wir hingearbeitet haben, aber es ändert nichts daran, warum es es wert war, diese Mission zu versuchen“, sagte NASA-Chef Jared Isaacman.

30-Millionen-Dollar-Mission
„Link“ war Anfang Juli mit Hilfe eines „Stargazer“-Flugzeugs und einer „Pegasus“-Rakete von einem Atoll der Marshallinseln im Südpazifik gestartet. Das rund 400 Kilogramm schwere Raumschiff wurde von der US-Raumfahrtfirma Katalyst Space im Auftrag der NASA entwickelt und gebaut. Das Budget für die Mission betrug rund 30 Millionen Dollar (25,85 Mio. Euro).

Ausgestattet ist „Link“ unter anderem mit drei Roboterarmen und drei Hauptantriebswerken. Ursprünglich sollte das Schleppraumschiff den Forschungssatelliten ansteuern und ihn über mehrere Monate hinweg zurück in seine ursprüngliche Umlaufbahn bringen.

„Swift“ seit 20 Jahren im All
Bei dem zu rettenden Satelliten handelt es sich um das mit drei Teleskopen ausgestattete Himmelsobservatorium „Swift“. Es wurde 2004 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus ins All gebracht. Seitdem untersuchte der Satellit vor allem gewaltige Energieausbrüche im Universum, sogenannte Gammablitze, und lieferte damit wichtige Forschungsdaten.

„Swift“ befindet sich laut NASA zwar in einem guten Zustand, ist jedoch vom Absturz bedroht. Unter anderem haben starke geomagnetische Stürme, die durch Sonnenausbrüche ausgelöst wurden, seine Umlaufbahn beeinflusst.

Satellit dürfte noch heuer verglühen
Wegen der Bedeutung der Forschungsdaten hatte sich die NASA kurzfristig für die außergewöhnliche Rettungsmission entschieden. Bei einem Erfolg hätte „Swift“, der derzeit im Energiespar-Modus läuft, möglicherweise ab Herbst wieder wissenschaftliche Daten liefern können. Nach Einschätzung der Wissenschafter hätte der Satellit dann womöglich noch fünf Jahre oder länger betrieben werden können.

Die Rettungsmission galt allerdings schon vor ihrem Start als besonders herausfordernd und riskant. Nach dem Scheitern dürfte „Swift“ nun noch in diesem Jahr in die Erdatmosphäre eintreten und verglühen, teilte die NASA mit.

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