Schwere Randale in der ersten DFB-Pokalrunde am Freitag: Das Derby zwischen Drittligist Waldhof Mannheim und Zweitligist 1. FC Kaiserslautern (0:1 nach Verlängerung) stand kurz vor dem Abbruch. Und ein Österreicher war mittendrin ...
Der Kärntner Gerhard Zuber, seit rund eineinhalb Jahren Sportboss bei Mannheim und früher bei Schalke 04 und Hannover 96 in verantwortlichen Positionen, berichtete nach dem Match, dass eine Zuschauerin im Familienblock schwer verletzt worden sei, nachdem Lautern-Ultras Pyroraketen abgeschossen hatten (siehe Video unten). „Es hat die Frau ziemlich erwischt, was ich gehört habe. Sie ist jetzt im Krankenhaus“, berichtete Zuber gegenüber sportkrone.at.
Bereits vor dem Anpfiff war es heiß hergegangen, Mannheim-Anhänger warfen Sitzschalen in Richtung des Kaiserslauterer Keepers Krahl. Kurz später zündete der Gästeblock Pyrotechnik, was eine mehrminütige Spielunterbrechung zur Folge hatte.
Als es beim Schlusspfiff nach 90 torlosen Minuten zu einer Rudelbildung auf dem Platz kam, eskalierte die Situation auch auf den Rängen. Mannheim-Fans warfen Gegenstände wie Regenschirme und Bierbecher auf das Feld, einige versuchten sogar den Platz zu stürmen. Die Ultras von Kaiserslautern, bei denen ÖFB-Legionär Thierry Tazemeta in der Startelf stand und in der 87. Minute ausgewechselt wurde, schossen Pyroraketen in Richtung der Mannheim-Anhänger ab, was dann – wie Gerhard Zuber berichtete – eine Schwerverletzte zur Folge hatte.
Hunderte Polizisten schritten ein, der Schiedsrichter unterbrach die Partie und schickte beide Teams in die Kabinen. Erst nach einer halben Stunde wurde die Verlängerung angepfiffen – die Gäste jubelten am Ende über einen späten 1:0-Sieg.
„Es ist sehr enttäuschend, in der letzten Minute (der Verlängerung, Anm.) in einen Konter zu laufen. Ich fand uns aus dem Spiel heraus besser, wir hatten leider in den entscheidenen Momenten Pech“, so Zuber gegenüber sportkrone.at.
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